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Laser, Spiegel und Hochtechnologie

Die nächste Generation, 2. Teil

LISA: Laser-Messung in Formation

LISA, die Laser Interferometer Space Antenna, besteht aus einer Anordnung von drei identischen Raumsonden, die in einer riesigen L-Formation eine Astronomische Einheit hinter der Erde auf Höhe der Erdbahn um die Sonne kreisen.

LISA: Drei Detektoren messen Gravitationswellen © ESA/NASA

Die drei Sonden bilden zusammen ein Laser-Interferometer mit fünf Millionen Kilometern Armlänge. LISA wird Gravitationswellen von superschweren Schwarzen Löchern im gesamten Universum aufspüren können – und vielleicht sogar die Gravitationswellen, die noch vom Urknall herstammen, der spektakulärsten Quelle von Gravitationswellen überhaupt. Den Start der LISA-Mission planen Esa und Nasa um das Jahr 2012.

Darwin: Mit sechs Spiegeln unterwegs

Die Darwin-Mission besteht aus einer Flottille von sechs Weltraumteleskopen, von denen jedes einen Spiegeldurchmesser von mindestens 1,5 Metern haben wird. Darwin wird die nächstgelegenen Sterne nach erdähnlichen Planeten absuchen. Ein schwieriges Unterfangen, denn im sichtbaren Spektrum des Lichtes überstrahlt ein Stern einen erdähnlichen Planeten auf seiner Umlaufbahn um das Milliardenfache. Um dieses Problem wenigstens teilweise zu kompensieren, wird Darwin seine Beobachtungen im mittleren Infrarotbereich durchführen. Bei diesen Wellenlängen sinkt der Stern-Planeten-Kontrast immerhin schon auf eine Million zu eins. Darwin ist noch in einer relativ frühen Projektphase und soll etwa um das Jahr 2015 gestartet werden.

Terrestrial Planet Finder: Planetenjagd aus dem Orbit

Der Terrestrial Planet Finder (TPF) ist eine Anordnung von zwei komplementären Teleskopen, die alle Aspekte extrasolarer Planeten studieren sollen. Das beginnt bei der Bildung dieser Planeten in ihren protoplanetaren Staubscheiben und reicht bis zur Beurteilung, ob diese Planeten für die Beherbergung von Leben geeignet sind.

Durch die Kombination zweier verschiedener Teleskoptypen mit einer revolutionären neuen Bildtechnologie können die beiden TPF-Observatorien die Größe, Oberflächentemperatur und die Position von Planeten in der bewohnbaren Zone einer Sonne feststellen. Dabei sollen Planeten bis herab zur Erdgröße untersucht werden. TPF besteht aus einem Koronographen, der im sichtbaren Spektrum arbeitet, und einem Large-Baseline-Interferometer, das im Infrarot-Bereich operiert. Der Koronograph soll um das Jahr 2014 gestartet werden, das Interferometer etwa um das Jahr 2020.

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Stand: 15.07.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Superteleskope im Weltraum
Der Beginn einer neuen Ära

Je höher desto besser?
Vorteile und Grenzen von Weltraumteleskopen

Die letzten Monolithen
Die nächste Generation der Weltraumteleskope

Laser, Spiegel und Hochtechnologie
Die nächste Generation, 2. Teil

Der Nachfolger steht bereit
Die nächste Generation, 3. Teil

Die übernächste Generation
Teleskope auf dem Mond

Flüssiger Spiegel am Südpol des Mondes
Das Deep Field Infrared Observatory

In den freien Weltraum…
Die Superteleskope der übernächsten Generation

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