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Über eine ungewöhnliche Allianz aus Wasser und Stein

Kalk

© Limestone Pavement Action Group

Er lässt Flüsse verschwinden und Krater entstehen. Er schafft Tropfsteine, Riffe und unterirdische Höhlen. Doch erst seine Allianz mit dem Wasser macht Kalkstein zu einem der rätselhaftesten Gesteine der Erde.

Auf den ersten Blick erscheint Kalk wenig abenteuerlich: Deckweiß für die Wand, Bindemittel im Beton und allenfalls ein lästiger Begleiter als Kesselstein auf Fliesen, Töpfen, Teekannen.

Doch wo Kalk als Gestein vorkommt, prägt er auf einmalige Weise das Gesicht ganzer Landschaften: von tiefen Klüften zerfressener Fels, versiegende Seen, ausgedehnte Höhlensysteme, dichte Wälder in den Tropen und karge Wiesen in unseren Breiten. Wer in solchen Karst-Gebieten wohnt, lebt gefährlich, denn ohne Vorwarnung können ganze Häuser in plötzlich einsinkenden Kratern verschwinden.

Auch heute noch entstehen neue Kalk-Vorkommen: durch absterbendes Plankton, das als ozeanischer Kalk-Regen auf den Meeresboden herabsinkt, als tropische Riffe, als Sinter-Terassen an Thermalquellen oder als fragile Kalkskelette, die sich millionenfach an Süßwasserpflanzen absetzen und poröse Tuffe bilden. Doch auch diese buchstäblich vor unseren Augen wachsenden Kalk-Sedimente werden einst wieder der Verwitterung zum Opfer fallen und vielleicht neue Karstlandschaften schaffen.

Denn obwohl Kalkstein als außerordentlich festes Baumaterial gilt, wird er instabil, wenn Wasser ins Spiel kommt. Die Menge des im Wasser gelösten Kohlendioxids entscheidet darüber, ob der Kalkstein erodiert oder ob aus einer anfänglich dünnen Kalkkruste mit der Zeit eine mächtige Kalksteinschicht entsteht.

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Die Folgen dieser „Symbiose“ aus Kalk und Wasser sind zur Genüge aus dem Haushalt bekannt. Doch was hat der kalkverkrustete Heizstab in der Waschmaschine mit Korallen zu tun, was der verstopfte Wasserhahn mit Erdbeben? Was ist die ozeanische „Schneegrenze“, und wieso ist sie vom CO2-Anstieg in der Atmosphäre bedroht? Und was verbindet Michelangelos David mit Schlucklöchern auf der Schwäbischen Alb?

Inhalt:

  1. Überblick
    Das Wichtigste in Kürze
  2. Zum Weiterlesen
    Links und Literatur
  3. Hartes Wasser, weicher Stein
    Die Sache mit dem CO2
  4. Die Kalk-Fabrik im Ozean
    Eine Alge macht das Rennen
  5. Stichwort Biomineralisation
    Die Tricks der Kalk-Produzenten
  6. Kalk-Recycling und Klimawandel
    CO2 -Anstieg wirkt bis zum Meeresboden
  7. Kalk heißt nicht immer Kalkstein …
    … sondern auch Kreide, Dolomit oder Marmor
  8. Wo die Donau in der Erde versinkt
    Vom unterirdischen Fließen
  9. Ausgelaugt und eingebrochen
    Georisiko Karst
  10. Frisch gezapft
    Quellkalke und Tropfsteine
  11. Türme in der Landschaft
    Tropischer Karst und fossile Riffe

Edda Schlager
Stand: 14.01.2005

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Kalk
Über eine ungewöhnliche Allianz aus Wasser und Stein

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur

Hartes Wasser, weicher Stein
Die Sache mit dem CO2

Die Kalk-Fabrik im Ozean
Eine Alge macht das Rennen

Stichwort Biomineralisation
Die Tricks der Kalk-Produzenten

Kalk-Recycling und Klimawandel
CO2 -Anstieg wirkt bis zum Meeresboden

Kalk heißt nicht immer Kalkstein …
… sondern auch Kreide, Dolomit oder Marmor

Wo die Donau in der Erde versinkt
Vom unterirdischen Fließen

Ausgelaugt und eingebrochen
Georisiko Karst

Frisch gezapft
Quellkalke und Tropfsteine

Türme in der Landschaft
Tropischer Karst und fossile Riffe

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