Anzeige

Wie digitale Technik unser Leben verändert

Digitalisierungsfortschritte

Symbolbild bargeldloses Bezahlen
Ob Bezahlen, Einkaufen oder Kommunikation - digitale Technik hat diese Lebensbereiche erheblich verändert. © Jonas Leupe / Unsplash.com"

Die Digitalisierung ist ein Teil unseres Lebens geworden. Dabei befindet sie sich immer noch in den Anfängen ihrer Möglichkeiten. Doch mit der Digitalisierung verändert sich auch das Leben und die Art, mit der Welt umzugehen. Ein Beispiel sind die klassischen Telefon- und Branchenbücher, deren Auflagen beständig zurückgehen. Doch inwieweit stoßen digitale Medien und Möglichkeiten den Wandel beim Einzelnen an?

Viele Aktivitäten finden online statt

Das Beispiel mit den Telefon- und Branchenbüchern zeigt es sehr gut: Aktivitäten verlagern sich ins Internet, Nummern, Adressen oder Betriebe werden dort herausgesucht. Daran schließt sich gleich die nächste Änderung, die Entscheidung anhand von Erfahrungen:

  • Bewertungsportale – Ärzte, Sportstätten, Handwerksbetriebe: Häufig werden sie auch anhand der Bewertungen Dritter gewählt. Viele Menschen verlassen sich, teilweise zu stark, auf diese Bewertungen.
  • Preisvergleiche – händisch betriebene Preisvergleiche oder der Weg über Preisvergleichssuchmaschinen und andere Vergleichsseiten gehören zum Alltag mit dazu. Versicherungen, Stromverträge, Kredite und auch Produkte werden online verglichen. Auch hier spielen Bewertungen Dritter wieder eine tragende Rolle.
  • Angebotssuche – viele Verbraucher suchen regelmäßig nach Angeboten im Internet. Gutschein- und Rabattseiten werden aufgesucht oder die entsprechenden Newsletter abonniert. Auch klassische Prospekte werden heute eher online gelesen.

Eine Studie zum Online-Kaufverhalten der Deutschen ergab, dass sich die Kaufart übrigens wieder geändert hat. War es erst der Computer, so wird heute in der Altersgruppe bis fünfzig Jahren überwiegend über das Smartphone eingekauft. Dieselbe Studie widerlegt das Argument, dass Onlineuser ständig nach Neuem Ausschau halten und sehr sprunghaft sind. Rund um das Einkaufsverhalten bleibt ein Großteil der User nämlich loyal. Rund zwei Drittel der Befragten nutzt überwiegend die ihnen bereits bekannten Shops.

Bezahlen: Digitale Alternativen auf dem Vormarsch

Rund um neue Zahlungsmethoden ist Deutschland recht zerstritten. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern hinkt Deutschland rund um den digitalen Zahlungsverkehr deutlich nach.  Selbst im vergangenen Jahr wurden noch rund 61 Prozent der Zahlungen an Ladenkassen mit Bargeld ausgeführt, was einen Anteil von 38 Prozent am Umsatz ausmachte. Dennoch verändert sich etwas, denn rund 78 Prozent der Befragten mit einer Girokarte verwendet sie zum Bezahlen. Aber welche Möglichkeiten werden gezielt in den Vordergrund gerückt?

Anzeige
  • NFC – diesbezüglich muss noch einmal differenziert werden. Moderne Giro- und Kreditkarten besitzen ebenfalls einen entsprechenden Chip und erlauben die kontaktlose Zahlung. Gemeint sind aber die in Smartphones und Smartwatches integrierten NFC-Chips, die wiederum nur mit einem angeschlossenen Zahlungsmittel funktionieren. Etliche Kunden setzen hier schlichtweg auf die digitale Karte ihrer Bank, die es für Girokonten, aber auch für Kreditkarten gibt.
  • Google und Co. – diese Bezahlmöglichkeit ist divers, wobei stets dasselbe Prinzip dahintersteht. Bekannt aus dem Segment sind Google Pay, Apple Pay und Samsung Pay. Der Nutzer muss sein Konto oder seine Kreditkarte mit dem Zahlungsdienst verknüpfen und kann nun in Geschäften über das Smartphone zahlen. Ein Manko gibt es noch, denn nicht alle Läden bieten die Zahlung über die Unternehmen an.
  • Onlinezahlung – diesbezüglich sind die Auswahlmöglichkeiten riesig. Der wohlbekannte Anbieter ist natürlich PayPal. Das Unternehmen nimmt den größten Anteil ein, dicht gefolgt von Klarna. Neue Zahlungsdienstleister treten in Onlineshops oft nicht so zur Geltung, doch haben sie ihre Stärken im Gaming-Bereich.

Was in Deutschland immer noch problematisch ist, ist die Anbindung der digitalen Zahlalternativen. Gerade kleinere Geschäfte oder Markthändler bieten noch keine digitalen oder gar kontaktlosen Zahlungen an. Andere setzen ein Mindesthöhe für die Zahlung voraus.

Smartphone-Screen mit App-Icons
Unsere Art zu kommunizieren hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Messenger haben selbst Zwischenform wie SMS komplett abgelöst. © Jeremy Bezanger / Unsplash.com“

Kommunikation

Die größte und für jeden sichtbare Veränderung durch die Digitalisierung betrifft die Art der Kommunikation. Sie ist heute schlichtweg digital – selbst das Festnetz ist heute digital. Gerade das vergangene Jahr hat, Experten zufolge, die digitale Kommunikation um Jahre beschleunigt. Dies betrifft den privaten, aber auch den geschäftlichen Raum:

  • Privat – die private Kommunikation hatte die digitalen Möglichkeiten schon längst als Stützpfeiler. Messenger gaben stets den einfachen Weg vor, Inhalte schnell und einfach zu kommunizieren. Schulen oder Sportvereine richteten nicht nur für die Schüler entsprechende Gruppen ein, sondern auch für die Eltern. Corona beschleunigte den Prozess, denn ein Großteil der Kommunikation konnte, sofern Bild und Ton gewünscht war nur noch virtuell erfolgen.
  • Geschäftlich – die klare Nutzung von Video-Meetings und Video-Telefonaten wurde durch Corona notgedrungen beschleunigt. Etliche Unternehmen planen jedoch, auch jetzt an den neuen Technologien festzuhalten.

Die digitale Kommunikation bietet jedoch auch Risiken. So warnen Mediziner schon längst, dass die Digitalnutzung durch Kinder einen immer größeren Anteil des Tages einnimmt, auch Erwachsene neigen dazu, deutlich häufiger und länger zu kommunizieren, als wenn sie es auf dem herkömmlichen Weg machen müssten. Dennoch gehört die digitale Kommunikation zum heutigen Leben mit dazu, denn sie bietet mehr Vor- denn Nachteile:

  • Geschwindigkeit – gerade über die Messenger wie WhatsApp lassen sich rasch Informationen austauschen, und zwar in Schrift und Ton.
  • Nähe – dank Videochats lassen sich Entfernungen im Nu bildlich überbrücken. Der Gesprächspartner ist nicht mehr unsichtbar.
  • Teilhabe – gerade in den sozialen Medien bedeutet die digitale Kommunikation über Kommentarspalten und Mitmachmöglichkeiten die direkte Teilhabe an einem Thema. Gedanken und Meinungen können sogleich geäußert werden, ohne Umwege und für (fast) jedermann machbar.

In der Welt der digitalen Kommunikation kommt die Welt in der Tat zusammen. Das liegt gewiss an den entfallenen Kosten, denn ohne die Digitalisierung könnten Personen nicht auf der ganzen Welt miteinander Kontakt halten, da die Gebühren enorm wären.

Fazit – die Veränderung geht weiter

Die Digitalisierung im alltäglichen Leben steht durchaus noch am Anfang. Das lässt sich schon an der noch mangelhaften Einbindung der digitalen Welt in den Alltag erkennen: AR-Features sind höchstens rund um Sehenswürdigkeiten zu finden, smarte Helfer werden weiterhin vielerorts skeptisch betrachtet. Doch sind die bereits gestarteten Veränderungen nicht mehr aufzuhalten und das, was nun aktuell ist, wird künftig nur ein Baustein aus vielen sein.

Anzeige

In den Schlagzeilen

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

keine Dossiers verknüpft

News des Tages

Bücher zum Thema

keine Buchtipps verknüpft

Top-Clicks der Woche