Die Ballonfinanzierung als Alternative zum Ratenkredit - scinexx | Das Wissensmagazin
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Die Ballonfinanzierung als Alternative zum Ratenkredit

Kann man den Autokauf nicht aus eigenen Barmitteln stemmen, bleibt nur die Möglichkeit, sich finanzielle Unterstützung zu holen. © pixabay.com, andreas160578 (CC0)

Für viele Menschen ist das Auto unverzichtbar – sei es als notwendiges Verkehrsmittel für den langen Weg zur Arbeit oder als Liebhaberstück, das gehegt und gepflegt wird. Viele haben aber nicht unbedingt die Mittel, um das Auto auf einen Schlag abzubezahlen. Für sie bleibt nur die Möglichkeit, sich finanzielle Unterstützung zu holen. Dies geschieht in den meisten Fällen über ein Leasing oder einen klassischen Kredit, den man in Raten zurückzahlen muss. Eine Alternative dazu ist die so genannte Ballonfinanzierung. Die hat ihren Namen von der Art erhalten, wie sie funktioniert. Wenn man sich für die Ballonfinanzierung entscheidet, dann muss man nämlich nur verhältnismäßig geringe Beträge im Monat abzahlen. Am Ende der Laufzeit wartet allerdings eine letzte große Rate ¬– eben so, als würde man einen Ballon aufblasen.

Die geringe finanzielle Hürde zu Beginn macht die Ballonfinanzierung für viele Menschen attraktiv, die über keine allzu großen Geldreserven verfügen. Je nach Anbieter der Finanzierung ist es in manchen Fällen sogar möglich, komplett ohne Startkapital zu beginnen. Ganz am Anfang steht jedoch der Abschluss des Vertrags. In dem stehen die wichtigen Daten, wie etwa die Laufzeit der Finanzierung und die Konditionen der Rückzahlung.

Ist der Vertrag unterschrieben, dann kann der Kreditnehmer das finanzierte Auto bereits verwenden. Während der vertraglich vereinbarten Laufzeit zahlt er nun die monatliche Rate ab, die – wie bereits erwähnt – geringer ist als bei einem Kredit, den eine Bank üblicherweise ausgibt. Ist die Laufzeit abgelaufen, dann folgt der letzte Schritt: die Tilgung der Schlussrate. Und die ist bei der Ballonfinanzierung der Knackpunkt, da es sich bei ihr um einen recht hohen Betrag handelt. An dieser Stelle gibt es drei Möglichkeiten. Die erste ist, die Geldsumme komplett zu bezahlen, wodurch das Auto letztlich in den Besitz des Kreditnehmers übergeht.

Sollte die Zahlung der Schlussrate nicht möglich sein, dann gibt es die Möglichkeit, den Rest des Betrags weiterhin über Raten abzuzahlen. Diese sind dann jedoch längst nicht mehr so gering wie zu Beginn der Ballonfinanzierung. Somit gilt es, schon beim Abschluss des Vertrags zu überlegen, ob man am Ende der Laufzeit die fällige Schlussrate zur Verfügung hat.

Die dritte Möglichkeit, die Ballonfinanzierung zu beenden, ist die Rückgabe des Autos. Entscheidet man sich dafür, dann greifen ähnliche Mechanismen wie beim Leasing. Der Restwert, den das Fahrzeug am Ende der Laufzeit noch haben muss, sollte nämlich im Idealfall zumindest der Schlussrate entsprechen. Tut er dies nicht, weil beispielsweise Schäden am Auto entstanden sind, dann muss der Kreditnehmer die Differenz bezahlen – und das, obwohl er das Fahrzeug gar nicht behält. Vor allem wegen des verhältnismäßig hohen Wertverlusts, den ein Neuwagen in den ersten Jahren hat, lohnt sich die Ballonfinanzierung eher für den Kauf eines Gebrauchtwagens.

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Die Schlussrate lässt sich als größter Nachteil der Ballonfinanzierung bezeichnen. Allerdings kann diese Belastung dadurch aufgefangen werden, dass man über die Laufzeit der Finanzierung jeden Monat einen bestimmten Betrag zur Tilgung der Schlussrate zur Seite legt. Denn ein wichtiger Vorteil der Ballonfinanzierung gegenüber dem Leasing ist der, dass man das Auto nach Vertragsende behalten und dann eventuell auf eigene Verantwortung weiterverkaufen kann.

(Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Markus Wehde., 29.03.2018 – )

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