Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen von Philip G. Zimbardo Der Luzifer-Effekt - scinexx | Das Wissensmagazin
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Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen von Philip G. Zimbardo

Der Luzifer-Effekt

Coveransicht

Der Luzifer-Effekt

Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen
von Philip G. Zimbardo

Gebunden, 504 Seiten
Spektrum Akademischer Verlag, 2008
Preis: € 39,95

Was bringt gute Menschen dazu, Böses zu tun? Wie können normale Menschen dazu verleitet werden, unmoralisch zu handeln? Wo liegt die Grenze zwischen Gut und Böse, und wer läuft Gefahr, sie zu überschreiten?

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Der renommierte amerikanische Sozialpsychologe Philip Zimbardo erläutert in seinem neuen Buch Der Luzifer-Effekt, wie wir alle für die Versuchungen „der finsteren Seite“ anfällig sind – und beleuchtet die vielfältigen Gründe dafür. Anhand historischer Beispiele sowie seiner eigenen bahnbrechenden Forschungen führt er detailliert aus, wie situative Kräfte und gruppendynamische Prozesse zusammenwirken können, um aus anständigen Männern und Frauen Ungeheuer werden zu lassen.

Zimbardo ist weltweit bekannt als der Kopf hinter dem Stanford Prison Experiment, einem Meilenstein der psychologischen Forschung. Hier erzählt er, zum ersten Mal und in fesselndem Detail, die ganze Geschichte dieser Studie, in der eine Gruppe freiwilliger Studenten zufällig in „Wärter“ und „Häftlinge“ aufgeteilt wurde, um dann in einem simulierten Gefängnis zu arbeiten und zu leben. Innerhalb einer Woche musste das Experiment abgebrochen werden, da normale Studenten sich in brutale, sadistische Wärter oder emotional gebrochene Gefangene verwandelt hatten.

Indem er die psychischen Ursachen solcher verstörenden Metamorphosen analysiert, versetzt Zimbardo den Leser in die Lage, vielerlei entsetzliche Phänomene besser zu verstehen – von Straftaten der Wirtschaftskriminalität über organisierten Völkermord bis hin zu den Misshandlungen und Folterungen, die ursprünglich rechtschaffene US-amerikanische Soldaten in Abu Ghraib begangen haben. Die landläufige Vorstellung vom „faulen Apfel“ (bad apple) ersetzt er durch das Bild vom „bösen Fass“ (bad barrel) – also der Hypothese, dass das soziale Umfeld und das System das Individuum pervertieren, und nicht etwa umgekehrt.

Dieses Buch wagt es, der Menschheit einen Spiegel vorzuhalten, der zeigt, dass man vielleicht nicht der Mensch ist, für den man sich halten mag. Es zwingt uns zu hinterfragen, welcher Untaten wir – gefangen im Faktorengeflecht der Verhaltensdynamik – fähig sein mögen. Doch Zimbardo weckt auch neue Hoffnung: Er ist überzeugt, dass man nicht nur dem Bösen widerstehen, sondern gar selbst heroisches Verhalten entwickeln kann. Der Luzifer-Effekt ist eine schockierende und fesselnde Studie, die unsere Sicht des menschlichen Verhaltens verändern wird.

Film-Trailer zum Buch Der Luzifer-Effekt

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