Forscher filmen mysteriösen Tiefseebewohner in seinem natürlichen Lebensraum Seltene Aufnahme eines Riesenkalmars - scinexx | Das Wissensmagazin
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Seltene Aufnahme eines Riesenkalmars

Forscher filmen mysteriösen Tiefseebewohner in seinem natürlichen Lebensraum

Riesenkalmar
Lange Tentakeln tauchen aus der Dunkelheit auf: Forschern sind seltene Aufnahmen eines Riesenkalmars geglückt. © NOAA/ ProSieben

Seltene Bilder: Forscher haben im Golf von Mexiko einen Riesenkalmar gefilmt. Das Tier schwamm dem Team in rund 760 Meter Tiefe vor die Linse – und verschwand fast so schnell wieder wie es gekommen war. Das Besondere: Solche Aufnahmen der riesenhaften Kopffüßer sind extrem selten. Es ist erst das zweite Mal überhaupt, dass ein Riesenkalmar in seinem natürlichen Lebensraum gefilmt werden konnte.

Seeleute erzählten sich früher Schauergeschichten von riesigen Kraken, die mit ihren Tentakeln angeblich ganze Schiffe umschlingen konnten. Lange Zeit hielten Wissenschaftler diese Geschichten für frei erfundene Märchen. Inzwischen aber ist klar: Sie enthalten zumindest einen wahren Kern. Denn in den Tiefen der Meere leben tatsächlich Kopffüßer, die beeindruckende Körpermaße erreichen – die Riesenkalmare.

Allein der Kopf dieser Wesen wird bis zu einem Meter lang und mit ihren riesigen Augen können sich die Tiere wahrscheinlich problemlos in der fast lichtlosen Tiefsee orientieren. Über die genaue Lebensweise der Riesenkalmare ist jedoch kaum etwas bekannt. Das meiste, was wir über die scheuen Kopffüßer wissen, haben Forscher anhand toter Tiere herausgefunden, die am Strand oder in Schleppnetzen von Tiefseefischern gefunden wurden. In ihrem natürlichen Lebensraum werden Riesenkalmare nur selten gesichtet.

Die seltenen Aufnahmen zeigen, wie ein Riesenkalmar einen Köder attackiert.© ProSieben

Umso spannender sind daher Aufnahmen, die nun Forschern von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) geglückt sind: Im Golf von Mexiko haben sie 760 Meter unter dem Meeresspiegel einen Riesenkalmar mit der Kamera erwischt. Das Tier tauchte plötzlich aus der Dunkelheit auf und begann mit seinen Tentakeln den an der Tauchkamera befestigten Köder zu umschlingen. Schnell schien es jedoch zu bemerken, dass es keine echte Beute attackierte – und verschwand so schnell in der Dunkelheit wie es gekommen war.

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Wie die Wissenschaftler berichten, ist es erst das zweite Mal überhaupt, dass ein Riesenkalmar in seinem natürlichen Lebensraum gefilmt wurde. Bei dem jetzt aufgenommenen Tier handelt es sich ihnen zufolge um ein junges Exemplar mit einer Größe von drei bis vier Metern. Ausgewachsene Riesenkalmare können um einiges größer werden – wie groß genau, ist allerdings umstritten.

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