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Waldbrände

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Waldbrand
Waldbrände zerstören jeden Sommer große Waldflächen. © Byronsdad/ iStock

Ob in Kalifornien, im Amazonas-Gebiet oder im Mittelmeerraum – weltweit scheinen sich Wald- und Buschbrände zu häufen. Doch was steckt dahinter? Ist der Mensch schuld – direkt oder indirekt? Oder ist dies ein ganz normales, natürliches Regulativ der Natur?

Im Amazonasgebiet brennen zurzeit große Waldgebiete – zehntausende von Feuern sind in Satellitenaufnahmen sichtbar. Auch im Mittelmeerraum oder in den USA zerstören Feuer jedes Jahr große Waldflächen. Und selbst in Deutschland haben Waldbrände in den letzten zwei Jahren besonders viele Bestände dezimiert.

Klar scheint: Zumindest an einem Teil dieser Waldbrände hat der Klimawandel Mitschuld. Denn er sorgt in vielen Regionen für vermehrte Dürre und Hitze und macht die Wälder so anfälliger für Feuer. Die Waldbrandsaison hat sich dadurch vielerorts schon messbar verlängert. Gleichzeitig jedoch spielt auch die Bewirtschaftung der Wälder eine wichtige Rolle. So können die Dichte des Unterholzes, die Art des Unterwuchses aber auch die Baumarten die Anfälligkeit eines Waldgebiets für Brände beeinflussen.

Im Falle der tropischen Regenwälder kommt ein weiterer Faktor zum Tragen: die Brandrodung. In Südostasien, aber auch im Amazonasgebiet setzen Landbesitzer oft gezielt Regenwaldgebiete in Brand, um den Wald zu beseitigen und Platz für Felder, Weiden oder Palmölplantagen zu schaffen. Auch bei den aktuellen Bränden im brasilianischen Amazonasgebiet besteht zumindest bei einem Teil der Feuer der Verdacht auf eine solche Brandrodung. Dies gilt besonders für Brände, die sich auffallend entlang großer Autobahnen durch den Regenwald häufen.

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