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Wissenschaftler bändigen Lichtquanten

Neues Zeitalter der Gravitationswellenastronomie eingeläutet

Neue Lichtquellen und Methoden für Längenmessungen mit nie da gewesener Präzision haben jetzt Wissenschaftler vom Zentrum für Gravitationsphysik vorgestellt. Damit ist es weltweit erstmals gelungen, Lichtquanten zu bändigen, die sonst das so genannte Schrotrauschen des Lichts verursachen und die Längen-Messgenauigkeit von Laserinterferometern begrenzen.

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Nachdem die neuen Lichtquellen und Methoden im deutsch-britischen Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe bei Hannover auf ihre Stabilität und Zuverlässigkeit hin getestet wurden, werden sie auch das Herz zukünftiger amerikanischer Gravitationswellenobservatorien bilden – das Management der amerikanischen LIGO-Observatorien hat sich gerade für das "neue Licht" aus Hannover entschieden.

Mit Hilfe der extrem präzisen Laserinterferometer wird es möglich sein, weiter ins Universum hineinzuhören, als mit jeder anderen Technologie. Mit ihnen wird ein neues Zeitalter der Gravitationswellenastronomie eingeläutet – Albert Einstein wäre sicherlich begeistert. Denn der direkte Nachweis der von ihm vorausgesagten Gravitationswellen – winzigen Verzerrungen der Raumzeit – gehört nach wie vor zu den wichtigsten offenen Fragen der modernen Wissenschaft.

Einstein selbst glaubte nicht daran, dass sie jemals messbar sein würden. Indirekt nachgewiesen wurden sie bereits in den 1970er Jahren von den amerikanischen Astronomen Russel Hulse und Joseph Taylor. Sie erhielten dafür 1993 den Nobelpreis für Physik.

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Grundlagenforschung sorgt für anwendungsreife Technologien

"Nach einer mehr als dreißigjährigen Entwicklung an vorderster Front von Forschung und Technik zeigt sich hier, wie aus der reinen Grundlagenforschung anwendungsreife Technologien entstehen", so Professor Karsten Danzmann, Direktor des Zentrums für Gravitationsphysik, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung von Max-Planck-Gesellschaft und Leibniz Universität Hannover.

Die neue Spitzentechnologie ist ein Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit des Zentrums für Gravitationsphysik mit dem Laser Zentrum Hannover sowie der Forschungsarbeiten an GEO600. Sie ist auch für geodätische Messungen sowie für LISA, das Gravitationswellenobservatorium im Weltraum, geeignet.

(idw – Leibniz Universität Hannover, 18.09.2006 – DLO)

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