Neuer Industriecomputer benötigt weniger Platz und spart Kosten Neuer Computer-Winzling für robuste Umgebungen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Neuer Industriecomputer benötigt weniger Platz und spart Kosten

Neuer Computer-Winzling für robuste Umgebungen

Neuer Industrie-PC © Siemens

Siemens hat einen neuen Industriecomputer vorgestellt, der gerade einmal so groß ist wie eine Milchtüte. Der Winzling braucht in den Schaltschränken von Industrieanlagen weniger Platz und spart Kosten, weil kleinere Schränke eingesetzt werden können.

Industriecomputer wie der Nanobox-PC verarbeiten in Fertigungslinien zum Beispiel Bilddaten in der Qualitätssicherung oder steuern Anzeigen- und Bedienpanels.

Siemens entwickelt und baut in seinem Karlsruher Werk alle Einzelteile für Industriecomputer selbst – von der Hauptplatine bis zum Gehäuse. Sie werden in Industrieanlagen, im Gebäudemanagement oder in der Verkehrstechnik verwendet. Häufig erfassen und verarbeiten sie Messdaten verschiedener Sensoren.

Mechanische Schocks und hohe Temperaturen

Viele Computer sitzen dabei direkt in den Anlagen, wo sie nicht von Schaltschränken geschützt sind. Sie müssen trotz Vibrationen, mechanischer Schocks, hoher Temperaturen oder starker elektrischer Störfelder zuverlässig arbeiten. Siemens testet daher jeden PC 36 Stunden lang bei 40 Grad Celsius – einer in der Praxis üblichen Temperatur. Die verwendeten Bauteile sind besonders robust und über viele Jahre lieferbar.

Der vor kurzem von Siemens-Forschern entwickelte Nanobox-PC arbeitet mit neuen, leistungsstarken Atom-Prozessoren von Intel. Sie brauchen wenig Strom und produzieren kaum Abwärme. Der Computer kommt ohne Lüftung aus und kann praktisch überall eingebaut werden.

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Vollkommen wartungsfrei

In der Grundkonfiguration ist der 19x10x6 Zentimeter kleine Rechner nach Angaben von Siemens vollkommen wartungsfrei: Statt einer Festplatte werden temperaturbeständige Compact-Flash-Karten bis zu acht Gigabyte oder Halbleiterlaufwerke (SSD) mit mindestens 50 Gigabyte verwendet, so die Wissenschaftler. Außerdem sind die Bios-Setup-Daten magnetisch gespeichert, so dass keine Batterie für die Sicherung nötig ist.

Den kompakten Rechner gibt es auch für Anzeige- und Bedienelemente: Der Nanopanel-PC Simatic HMI IPC277D ist in hochauflösende Industrie-Touchdisplays mit sieben, neun oder zwölf Zoll integriert. Die Bildschirme verbrauchen besonders laut Siemens wenig Strom, weil ihre LED-Hinterleuchtung vollständig gedimmt werden kann.

(Siemens, 02.05.2011 – DLO)

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