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Myanmar: Mehr als 15.000 Tote durch Wirbelsturm Nargis

Erste vorläufige Bilanz nach der Naturkatastrophe vom Wochenende

Myanmar mit Irrawaddy-Delta und der Hauptstadt Rangun (Yangon) © NASA/ MODIS Rapid Response Team/ Rebecca Lindsey

Mehr als 15.000 Tote, zahlreiche Verletzte, hunderttausende Obdachlose: Das ist die bisherige Bilanz nach dem verheerenden Zyklon „Nargis“, der am Wochenende mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometer pro Stunde über Myanmar (das ehemalige Birma) hinweg gezogen ist und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat.

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Der Sturm sorgte unter anderem für eine drei Meter hohe Flutwelle an der Küste des Landes, die viele Dörfer überschwemmte. Nargis zerstörte zudem tausende Häuser und Wohnungen und vernichtete in vielen Regionen des Landes die Reisfelder. Der Sturm knickte zahlreiche Bäume um und deckte Dächer ab. In vielen Regionen ist die Wasser- und Stromversorgung komplett zusammen gebrochen. Besonders schlimm betroffen sind das Irrawaddy-Delta und auch die Hauptstadt Rangun. Nach Angaben von Helfern drohen Seuchen.

Trotz aller Schäden ist das ganze Ausmaß der Katastrophe noch immer nicht abzusehen. Experten rechnen vor allem mit einem weiteren deutlichen Anstieg bei den Opferzahlen, denn noch immer gelten bis zu 30.000 Menschen als vermisst. Die Aufräumarbeiten werden vermutlich noch Wochen dauern. Das Auswärtige Amt in Berlin hat deutschen Hilfsorganisationen mittlerweile 500.000 Euro Unterstützung zugesagt.

Malteser sichern Wasserversorgung in der Hauptstadt

„Hier ist die Lage wirklich dramatisch“, so Birke Herzbruch, Projektkoordinatorin der Malteser in Rangun (offiziell Yangon). „Derzeit laufen noch Bedarfserhebungen, aber wir haben bereits Desinfektionstabletten zur Aufbereitung von Trinkwasser für die Versorgung der Bevölkerung im Stadtteil Dawbon und in der ländlichen Armutssiedlung von Tantabin unweit von Yangon beschafft und verteilt. Das benötigen die Menschen derzeit besonders, denn auf eine solche Katastrophe war niemand vorbereitet, niemand hatte Vorräte“, so Herzbruch weiter.

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Die ganze Stadt liege total im Dunkeln, alles sei schwarz wie die Nacht. Weitere Hilfsgüter der Malteser wie Plastikplanen und Moskitonetze für die Bevölkerung sind derzeit in Vorbereitung. Herzbruch ist froh, dass die 35 lokalen Mitarbeiter der Malteser nicht verletzt wurden. Leider sei jedoch die Arbeit behindert, da deren Familien und Häuser betroffen seien.

Auch CARE konzentriert sich auf den Großraum Rangun

Direkt betroffen von Nargis ist auch die Hilfsorganisation CARE, deren Büro in der Hauptstadt Rangun durch den Zyklon zerstört wurde. CARE stellt trotzdem mit Unterstützung der luxemburgischen Regierung für die Opfer des Zyklons eine erste Soforthilfe von 75.000 EUR zur Verfügung.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Hilfsorganisation, Heribert Scharrenbroich, wird sich CARE vor allem „auf den Großraum Rangun konzentrieren und in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) Lebensmittel verteilen.“

Darüberhinaus will CARE die nötigsten Hilfsmittel zur Verfügung stellen, die die Menschen dort jetzt benötigen: Decken, Kochgeschirr, Plastikplanen und Wasserkanister.

CARE hat sich bei dieser Katastrophe mit anderen Hilfsorganisationen in der „Aktion Deutschland hilft“ zusammengeschlossen und bittet um Spenden unter der gemeinsamen Kontonummer 10 20 30 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00.

Link:

Mehr zum Thema Myanmar finden Sie in unserem Special unter www.scinexx.de/schlagzeilen-24.html

(Malteser Hilfsdienst/CARE Deutschland-Luxemburg, 06.05.2008 – DLO)

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