Mobile Multimedia-Systeme für Freizeit und Wirtschaft vorgestellt Mobil ist, was man tragen kann - scinexx | Das Wissensmagazin
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Mobile Multimedia-Systeme für Freizeit und Wirtschaft vorgestellt

Mobil ist, was man tragen kann

In Zukunft genügt ein Handy mit Multimedia-Funktionen, um sich in einer fremden Stadt schnell und intuitiv über Sehenswürdigkeiten zu informieren, stets die Orientierung zu behalten und ganz unkompliziert eine individuelle Tour zu den interessantesten Baudenkmälern, Parks oder Ausstellungen zu unternehmen. Auch die Suche nach einem geeigneten Hotel, Spezialitätenrestaurant oder der nächsten Apotheke wird zum Kinderspiel. Wie dies möglich wird, zeigen Wissenschaftler jetzt auf der Fachmesse INTERGEO in Stuttgart.

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Beispiel Darmstadt: Der Besucher meldet sich per Handy für das audiovisuelle Online-Informationssystem an und schon erhält er einen Ausschnitt des Stadtplans, abgestimmt auf seine aktuelle Position. Ist er an Kunst, Architektur oder Geschichte interessiert, dann zeigt ihm der digitale Führer das nahe gelegene Schloss und das Hessische Landesmuseum als interessante Ziele an. Im Anschluss steht ein kurzer Ausflug zur Mathildenhöhe auf dem Programm, um den Fünffingerturm, weitere sehenswerte Jugendstilgebäude oder die aktuellen Ausstellungen der dortigen Museen zu besichtigen.

Der intelligente netzbasierte Dienst, optional mit digitalem Kompass und GPS (Global Positioning System) ausgestattet, leitet den Gast unkompliziert zum ersten Ziel, dem Schloss. Nachdem ihn das Info-System über sehenswerte Gebäudeteile, Öffnungszeiten und Führungen informiert hat, helfen ihm Grundrissplan und aktive Panoramabilder sich zu orientieren. 3-D-Visualisierungen zeigen wie das mächtige Bauwerk in vergangenen Jahrhunderten aussah. Will sich der Tourist nach der Schlossbesichtigung zunächst eine Pause gönnen, informiert ihn der Dienst über verschiedene Restaurants und Cafés, Parks und kleine Plätze, die sich in der Nähe befinden. Später kann er seine individuelle oder eine vordefinierte Tour fortsetzen und weitere kulturelle, touristische oder kommerzielle Informationen per Handy abfragen.

Das modular konzipierte System basiert auf einem Multimedia-LBS, einem Location-based Service (LBS), der mit einem Multimedia-Management-System verknüpft ist. Alle Informationen liegen auf einem Server und die Touristen können individuell darauf zugreifen – eine spezifische Filterkomponente macht es möglich. Die Übertragung der Daten erfolgt durch UMTS oder GPRS. Um ausgereifte Technologien für mobile Endgeräte zu realisieren, die den Interessen und Ansprüchen vieler Benutzer entsprechen, haben die Forscher des Fraunhofer IGD ihre vielfältigen Projekt-Erfahrungen genutzt. So können ausgewählte Besucher der olympischen Spiele in Athen ein Multimedia-Informationssystem nutzen, das im Rahmen des EU-Projektes LoVEUS (Location aware Visually Enhanced Ubiquitous Services) unter Beteiligung des IGD entwickelt wurde.

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(Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, 12.08.2004 – NPO)

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