Neue Infrarot-Leuchtdiode soll Touch-Technologie verbessern Mini-LED für superflache Touchscreens - scinexx | Das Wissensmagazin
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Neue Infrarot-Leuchtdiode soll Touch-Technologie verbessern

Mini-LED für superflache Touchscreens

Die ChipLED setzt man z. B. in Multitouch-Displays ein, die vom Tablet-PC bis zum All-in-One-PC zum Einsatz kommen © OSRAM

Eine neue Trechnologie könnte Touchscreen-Monitore zukünftig noch flacher machen: Forscher des Unternemens Osram Opto Semiconductors haben eine infrarote Leuchtdiode (IRED) für besonders flache optische Touchscreens entwickelt. Die kleinen Strahler sitzen in einem Rahmen um das Display und spannen ein Lichtnetz über der Anzeige auf. Wenn der Nutzer mit dem Finger auf den Bildschirm tippt, wird das Lichtgitter an dieser Stelle gestört. Daran wird die Berührung erkannt.

Das Unternehmen setzt für die neue IRED auf ein kleines Chip-LED-Gehäuse, das nur 0,5 mal 1 Millimeter misst. Das Bauteil gehöre damit zu den flachsten am Markt. Das emittierte Licht hat eine Wellenlänge von 850 Nanometer und ist für das menschliche Auge unsichtbar, wird aber von Infrarot Empfängern und Kamerasensoren gut detektiert. Aufgrund der hocheffizienten Dünnfilm- Chiptechnologie liefere die IRED auch bei wenig Strom viel Licht und schone so die Batterielaufzeit tragbarer Geräte, heißt es. Im Dauerbetrieb bei 70 Milliampere Strom beträgt die Strahlungsleistung 35 Milliwatt und kann im Pulsbetrieb um ein Vielfaches erhöht werden.

Unsichtbares Infrarotgitter registriert Unterbrechungen

Die Komponenten optischer Touchscreens sind in einem halben bis einen Millimeter flachen Rahmen, dem so genannten Bezel, um das Display montiert. Reihen gegenüberliegender IRED und Detektoren spannen ein unsichtbares infrarotes Lichtgitter auf. Ein Finger, der auf das Display tippt, unterbricht den Lichtstrahl und das Signal der entsprechenden Empfänger fällt ab. Die neue Leuchtdiode beanspruche nur 0,45 Millimeter Höhe im Rahmen und könne auch problemlos in Tablet-PC’s eingebaut werden, berichtet das Unternehmen. Gleichzeitig sei die Diode leistungsstark genug, um zum Beispiel auch Laptopdisplays auszuleuchten.

Größere Anzeigen für Notebooks oder All-in-One (AiO) Computer werden von zwei Ecken aus mit infrarotem Licht geflutet. Kamerasensoren neben den IRED empfangen nur dann ein Signal, wenn ein Finger auf dem Display das ausgesandte Licht reflektiert. Diese Methode komme mit wenigen Bauteilen aus, verlange aber nach IRED mit sehr hoher Strahlungsleistung. Je stärker die infrarote LED ist, desto größere Touchscreens können mit derselben Anzahl von Bauelementen verwirklicht werden.

(Siemens, 20.09.2011 – DLO)

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