Open Source-3D-Drucker erzeugt dreidimensionale Kunststoffteile Maschine repliziert sich selbst - scinexx | Das Wissensmagazin
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Open Source-3D-Drucker erzeugt dreidimensionale Kunststoffteile

Maschine repliziert sich selbst

Der 3D-Drucker Reprap erzeugt mithilfe eines Open Source Programms dreidimensionale Bauteile aus geschmolzenem Kunststoff. © RepRap Project/Adrian Bowyer

Eine Maschine, die sich selbst repliziert – klingt wie aus einer Science Fiction-Serie geklaut, ist aber Realität: Der über ein OpenSource-Programm gesteuerte 3D-Drucker RepRap produziert Plastikteile, die dann, kombiniert mit einfachen Utensilien aus dem Baumarkt, wieder einen 3D-Drucker ergeben.

Die Besonderheiten beginnen mit seiner Entwicklung: Denn das RepRap entstand nicht in der Forschungsabteilung eines Druckerkonzerns oder einer Universität, sondern als Ergebnis eines OpenSource Projekts, initiiert und geleitet von Adrian Bowyer, Dozent für Ingenieurwissenschaften und Design an der Universität von Bath in England. RepRap steht für “Replicating Rapid-Prototyper” und funktioniert im Prinzip ähnlich wie ein normaler Drucker. Aber statt Toner auf Papier zu drucken, erzeugt diese Maschine aus dünnen Schichten geschmolzenen Kunststoffs dreidimensionale Bauteile.

Inzwischen hat RepRap bereits zahlreiche einfache, aber nützliche Gegenstände wie Türgriffe, Wandhaken, Fliegenklatschen oder sogar Plastiksandalen produziert. „Die Möglichkeiten sind endlos“, erklärt Bowyer. „Jetzt können die Leute genau das produzieren, was sie wollen. Wenn das Design eines existierenden Objekts nicht ihren Bedürfnissen entspricht, ändern sie es an ihrem PC ab und drucken es einfach neu aus anstatt sich mit dem zweitbesten Design aus dem Laden zu begnügen.“

Der 3D-Drucker RepRap besteht aus Kunststoffteilen und einfachen Komponenten aus dem Baumarkt © RepRap Project/Adrian Bowyer

Ausgedruckte „Kinder“

Die neueste Entwicklung von RepRap-Mitglied Vik Olliver in Auckland, Neuseeland, produziert nun sogar die Kunststoffteile, die für den Bau eines neuen RepRap-Druckers gebraucht werden. Ergänzt durch einfache Komponenten aus dem Baumarkt repliziert sich der Drucker damit gewissermaßen selbst. „Damit können die Leute einfach neue RepRap-Drucker ausdrucken und ihren Freunden weitergeben“, erklärt Bowyer. „Und diese Freunde können dann damit ebenfalls die Gegenstände selbst herstellen, die sie wollen.“

Der selbstreplizierende RepRap-Drucker und sein von ihm ausgedrucktes „Kind“ werden in diesem Tagen auf dem Cheltenham Science Festival in England der Öffentlichkeit vorgestellt.

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(RepRap Project/Adrian Bowyer, 04.06.2008 – NPO)

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