Ein unsichtbares Netz aus Gold: Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich besonders leitfähige, transparente und flexible Elektroden herstellen lassen. Sie bestehen aus einem Gitter extrem dünner Golddrähte und werden mithilfe einer speziellen Nano-Tinte auf Glas oder Folie aufgedruckt. Künftig könnte die Methode für die Herstellung von biegsamen Touchscreens, aber auch Solarzellen zum Einsatz kommen.
Jeder Touchscreen, egal ob vom Smartphone, dem Tablet oder der Bedienoberfläche von Automaten, braucht transparente Elektroden: Die Glasoberfläche der Geräte ist mit einem kaum sichtbaren Muster aus einem leitfähigen Material beschichtet. Dank diesem erkennen die Geräte, ob und wo genau ein Finger die Oberfläche berührt.
Zunehmend soll die Elektronik jedoch nicht nur möglichst transparent und leitfähig sein, sondern auch noch eine dritte Eigenschaft erfüllen: Biegsamkeit. Das ist wichtig, um sie zum Beispiel direkt in Kleidung einbauen zu können. Eine flexible Elektronik herzustellen, die transparent ist und deren Leitfähigkeit auch bei Verformung hoch bleibt, ist jedoch gar nicht so einfach.
Gedrucktes Nanonetz
Wissenschaftler um Tobias Kraus am Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken haben sich genau dieser technischen Herausforderung gestellt. Ihr Ansatz dabei: das sogenannte Nano-Druck-Verfahren. „Damit lässt sich ein biegsames Gitter feiner, leitender Golddrähte herstellen. Sie entstehen aus einer flüssigen Tinte, die per Stempel aufgetragen wird“, erklärt Indra Backes von der Universität des Saarlandes.







