Umfrage: Nur wenige Deutsche sind gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis geimpft Zecken: FSME-Infektionsgefahr steigt - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Umfrage: Nur wenige Deutsche sind gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis geimpft

Zecken: FSME-Infektionsgefahr steigt

Zecke © USDA

Die Zeckensaison hat begonnen, und mit ihr steigt das Risiko, an durch Zeckenbisse übertragenen Infektionen zu erkranken. Betroffen sind vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort längere Zeit aufhalten. In Deutschland sind das Baden-Württemberg, Bayern und Teile von Hessen und Thüringen.

Neben der bakteriellen Infektion Borreliose, die Zecken in ganz Deutschland übertragen können, ist die von Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine der gefährlichsten Krankheiten. Dieser Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute kann man durch eine Impfung vorbeugen, doch nur wenige Deutsche nutzen diesen Schutz. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Essener Krankenkasse ktpBKK.

79 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten gaben an, nicht gegen FSME geimpft zu sein. Und das, obwohl die Zahl der Risiko-Regionen immer weiter ansteigt: innerhalb des letzten Jahres um sieben auf 90 Städte und Landkreise.

Während 31 Prozent der befragten 14-29-Jährigen geimpft sind, sind es unter den 30-39-Jährigen nur 10 Prozent. Die höchste Impfrate weist die Gruppe der Jüngsten auf. Vielleicht durch Eltern oder schulische Aufklärung angeregt haben 32 Prozent der befragten Schüler einen Impfschutz gegen FSME. 85 Prozent der über 60-jährigen Befragten schützen sich nicht.

Nach Ansicht der Experten ein besorgniserregendes Ergebnis, denn besonders bei älteren Menschen ist die Gefahr groß, dass eine Infektion mit FSME lebensgefährlich verläuft. „Wirksam schützt nur die Impfung“, warnt ktpBKK-Vorstandsvorsitzender Reiner Geisler, „und für Menschen, die sich in den deutschen Risikogebieten aufhalten, bezahlen wir sie auch – und nicht nur bei Kindern.“

Anzeige

Gegen Borreliose hilft dagegen keine Impfung. Aber eine rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika führt fast immer zur Heilung. Hautrötungen nach einem Zeckenbiss sind ein Hinweis auf Borreliose, ebenso unklare Muskel- und Gelenkbeschwerden. Eine unbehandelte Borreliose kann zu schweren chronischen Gelenkbeschwerde führen.

(ktpBKK Essen, 27.05.2005 – NPO)

Anzeige

In den Schlagzeilen

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

Blutsauger - Zecken, Mücken und Co.: Kleiner Stich mit bösen Folgen

News des Tages

Trauben in der MIkrowelle

Rätsel der funkensprühenden Weintrauben gelöst

Klimawandel: Mehr sommerliche Gewitterstürme

Hunderttausende neuer Galaxien entdeckt

Tuberkulose in den Selbstmord treiben

Waren Neandertaler doch "Fleischfresser"?

Bücher zum Thema

keine Buchtipps verknüpft

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige