Ein Mediziner hat die Lebensweise des rotberockten Weißbarts unter die Lupe genommen Wie gesund lebt der Weihnachtsmann? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Wie gesund lebt der Weihnachtsmann?

Ein Mediziner hat die Lebensweise des rotberockten Weißbarts unter die Lupe genommen

Nach Jahrhunderten noch ziemlich fit: der Weihnachtsmann © US Navy

Der Weihnachtsmann ist nicht mehr der Jüngste – und sonderlich schlank ist er auch nicht. Wie aber schafft er es, trotzdem fit zu bleiben? Diese nicht ganz so ernste Frage haben US-Mediziner nun näher untersucht. Ihr Fazit: Die Lebensweise des Weihnachtsmanns ist im Großen und Ganzen ziemlich gesund und hält ihn vor allem tüchtig in Bewegung.

Er hat einen weißen Bart, eine eher rundliche Figur und hat schon so einige Jahrhunderte auf dem Buckel. Trotzdem ist er jede Weihnacht wieder zu Stelle und liefert brav Geschenke in alle Welt. Wie aber hat er es geschafft, so fit zu bleiben? „Weil Santa Claus wahrscheinlich schon mehr als 550 Jahre alt ist, scheint das Älterwerden für ihn kein Problem zu sein“, konstatiert Thomas Cavalieri von der Rowan University in New Jersey. Der Altersmediziner hat die Lebensweise des Weihnachtsmannes nun einer kritischen Prüfung unterzogen und geschaut, wie gesund dieser so lebt.

Reichlich Bewegung und Haustiere zum Liebhaben

Trotz seiner korpulenten Figur und seines Alters scheint der Weihnachtsmann reichlich Bewegung zu bekommen. So muss er in der Weihnachtszeit innerhalb kürzester Zeit unzählige Schornsteine hinab und wieder hinausklettern, um seine Geschenke abzuliefern. Vermutlich trainiert er auch außerhalb der Saison regelmäßig, um diese Leistung dann an Weihnachten erbringen zu können. Das ist auf jeden Fall ein gutes Herz-Kreislauf-Training, so der Mediziner. Das ständige Herumtragen eines schweren Sacks mit Geschenken stärkt zudem seine Muskeln, das wiederum hilft ihm auch dabei, sein Gleichgewicht zu halten, wenn er über die Dächer balanciert.

Der Weihnachtsmann hält zudem eine ganze Herde von Rentieren, denn diese müssen an Weihnachten seinen Schlitten ziehen. Haustiere aber haben gleich mehrere positive Wirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden: Der Kontakt mit ihnen senkte den Blutdruck, fördert die Immunabwehr und lindert Ängste und Depressionen. Außerdem wollen die Tiere versorgt und gegebenenfalls bewegt werden – und damit trainiert ihr Besitzer gleich mit. Einigen Überlieferungen zufolge ist der Weihnachtsmann sogar verheiratet – auch das wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Nichtraucher mit kleinen Gedächtnisschwächen

Auch rauchen tut der Weihnachtsmann offenbar schon länger nicht mehr. In einem Weihnachtsgedicht aus dem Jahr 1823 wird noch beschrieben, dass er eine Pfeife im Mund hält und dichter Pfeifenrauch seinen Kopf umhüllt. „Diese gesundheitsschädliche Angewohnheit hat er glücklicherweise aufgegeben“, so Cavalieri. Denn inzwischen sieht man ihn eigentlich nur noch ohne die Pfeife. Das sei auch für uns Menschen zu empfehlen, denn mit dem Rauchen aufzuhören, verbessere nahezu unmittelbar den Gesundheitszustand.

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Bei der geistigen Gesundheit scheint der Weihnachtsmann allerdings erste Defizite zu zeigen. Er muss laut dem Gedicht von 1823 alle Punkte auf seiner To-do-Liste zweimal überprüfen, um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hat. Andererseits: Selbst wenn sein Gedächtnis im Laufe der Jahrhunderte nachgelassen hat – Listen zu führen ist eine ziemlich gute Möglichkeit, dieses Problem im Alltag zu bewältigen, erklärt Cavalieri.

„Wenn man alles zusammenfasst, hat der Weihnachtsmann eigentlich eine sehr gesunde Lebensweise“, so der Mediziner. „Er scheint gut in Form zu sein und sollte daher auch künftig fit genug sein, um Weihnachtswünsche zu erfüllen.“

(Rowan University, 23.12.2013 – NPO)

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