Studie: Zufuhr von Vitamin B12 verbessert Wirkung von Antidepressiva Vitamin B12 sorgt für gute Stimmung - scinexx | Das Wissensmagazin
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Studie: Zufuhr von Vitamin B12 verbessert Wirkung von Antidepressiva

Vitamin B12 sorgt für gute Stimmung

Vitaminspender: Äpfel © USDA

In Finnland sind Depressionen besonders häufig – kurze Tage, lange Nächte und Lichtmangel sind die Ursachen. Ein Grund für finnische Forscher, stets nach neuen Therapien gegen Depressionen zu suchen. Eine Studie hat jetzt ein einfaches Mittel als Antidepressivum überführt – das Vitamin B12.

Mediziner von der Kuopio University fanden heraus, dass Patienten mit hohen Vitaminwerten besser auf eine Therapie mit Antidepressiva reagieren. Sein Team beobachtete 115 ambulante Patienten mit Depressionen sechs Monate lang. Zu Beginn und am Ende der Behandlung wurden die Vitamin B12-Werte im Blut gemessen. Dabei zeigte sich, dass jene Patienten, die gut auf die Behandlung mit Antidepressiva ansprachen, reichlich Vitamin B12 im Blut hatten. Konnte die Depression weniger gut bekämpft werden, ging das oft mit einem geringeren B12-Gehalt einher.

Vitamin gegen schlechte Stimmung

Die finnische Untersuchung lässt vermuten, dass die Zufuhr von Vitamin B12 helfen kann, depressive Verstimmungen zu verbessern. Das könnte sich auch in der kalten Jahreszeit, in der besonders viele Menschen an einem Stimmungstief leiden, positiv auswirken. Jetzt gilt es, den Körper so gut als möglich zu unterstützen. Neben vitaminreicher Ernährung, am besten schon zum Frühstück, trägt vor allem der Aufenthalt im Freien dazu bei, wo man sogar im Regen und Schnee Licht tanken kann.

Transport nur mit Eiweiß

Auch eine zusätzliche Gabe von Vitamin B12 kann hilfreich sein. Es kann in flüssiger und hochdosierter Form am besten vom Körper verwertet werden. Die Vorteile der hohen Konzentration hängen mit der Art und Weise zusammen, wie dieses Vitamin in den Körper gelangt. Vitamine können normalerweise direkt über den Darm in den Körper aufgenommen werden. Das B12-Molekül bildet aber aufgrund seiner Struktur eine Ausnahme. Es braucht ein Transporteiweiß – den „Intrinsic Factor“, um über die Darmschleimhaut ins Blut zu gelangen. Gerade bei älteren Menschen produziert die Magenschleimhaut immer weniger „Intrinsic Factor“, die B12-Speicher in der Leber leeren sich und es kommt häufig zu einem Vitaminmangel. Die hohen Dosierungen erleichtern das rasche Wiederauffüllen der Speicher – die geballte Ladung kann auch ohne „Intrinsic Factor“, durch eine so genannte passive Aufnahme, ihre wohltuende Wirkung im Körper entfalten. Eine Kuranwendung mit Vitamin B12-Trinkfläschchen sollte immer mit dem Arzt oder dem Apotheker besprochen werden.

(Deutsche Journalisten Dienste, 21.09.2004 – ESC)

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