VIER PFOTEN fordert Offensive für Alternativmethoden Europa: Immer mehr Tierversuche - scinexx | Das Wissensmagazin
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VIER PFOTEN fordert Offensive für Alternativmethoden

Europa: Immer mehr Tierversuche

Alarmierende Zahlen zum Welttierversuchstag am 24. April 2006 hat jetzt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten vorgelegt. Danbach werden allein in Europa rund 11 Millionen Tiere pro Jahr für Versuchszwecke eingesetzt.

"Innerhalb von vier Jahren hat sich die Zahl der Tierversuche in Europa um rund zwölf Prozent erhöht. Aber es kommt noch schlimmer. Durch die Neuordnung des EU-Chemikalienrechts ist in den nächsten Jahren mit einem gewaltigen Anstieg der Tierversuche zu rechnen", erklärt Maria Purzner, Versuchstier-Expertin von Vier Pfoten .

Allein in Deutschland zählt man nach der offiziellen Statistik mehr als 2,2 Millionen Tierversuche jährlich. Danach wurden im Jahr 2004 in Deutschland 1,3 Millionen Mäuse, eine halbe Million Ratten, mehr als 167.000 Fische, über 100.000 Kaninchen, 1.777 Affen, 4.306 Hunde, 628 Katzen und Tiere vieler weiterer Tierarten in Tierversuchen gequält und getötet.

Angesichts der steigenden Tierversuchszahlen in Deutschland und Europa fordert VIER PFOTEN zum Welttierversuchstag Bundesminister Seehofer, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Industrie dazu auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und eine Forschungsoffensive für die oftmals sogar preisgünstigeren Alternativmethoden zu initiieren.

"Gemessen am Gesamtbudget für Forschung wird die Entwicklung von Alternativmethoden immer noch viel zu wenig gefördert. Es ist ethisch in keiner Weise zu vertreten, dass viele Millionen Tiere in Versuchen leiden – zumal zahlreiche Experten zu dem Schluss kommen, dass die Ergebnisse aus Alternativmethoden für den Menschen sicherer sind als Tierversuche", sagt Purzner.

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(Vier Pfoten, 24.04.2006 – DLO)

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