Internationale Studie untersucht Entstehung von Asthma und Allergien Das Geheimnis der Bauernkinder - scinexx | Das Wissensmagazin
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Internationale Studie untersucht Entstehung von Asthma und Allergien

Das Geheimnis der Bauernkinder

Bauernkinder leiden erheblich seltener unter Asthma und Allergien als Stadtkinder. Warum das so ist, soll nun eine internationale Studie zeigen, an der mehr als 200.000 Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz teilnehmen werden. Allein in Baden-Württemberg sollen nach den Ferien über 40.000 Grundschüler zum Erfolg des Projekts beitragen.

Asthma und Allergien gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Und unter den Folgen leiden meist nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Familienangehörige oft ein Leben lang. Durch frühere Studien ist bereits zweifelsfrei belegt, dass Bauernkinder seltener erkranken als Kinder aus städtischen Gebieten. Die Forschungen konzentrieren sich deshalb insbesondere auf schützende Einflüsse in der Lebensumwelt von Bauernkindern. Die Gabriel-Studie soll nun die einzelnen Einflussfaktoren und ihre Wirkung identifizieren und Interaktionen zwischen ihnen klären.

"Im Zusammenspiel von Umweltfaktoren und genetischen Anlagen wird der Schlüssel zur Entstehung der Asthma- und Allergieerkrankungen vermutet", erläutert Professor Stephan Weiland von der Universität Ulm. Er ist mit seiner Forschergruppe zuständig für die gesamte Datenerhebung und -auswertung für alle beteiligten Länder. "Die Schulen sind aufgrund der Anzahl und Art der landwirtschaftlichen Betriebe in den jeweiligen Kommunen ausgewählt worden. Der ländliche Raum bietet für diese Untersuchung ein besonders interessantes Umfeld.".

Weiland zufolge soll die Studie innerhalb eines Schuljahres abgeschlossen sein. Die erste Phase werde mit der Ausgabe eines Fragebogens eingeleitet. "Die dabei gewonnenen Informationen zum Lebensumfeld und zu den bisherigen Erkrankungen der Kinder dienen dann als Grundlage für die Auswahl der Teilnehmer an der zweiten Phase", erklärt der Forscher. Hier seien dann ein verfeinerter Fragebogen sowie verschiedene Laboruntersuchungen vorgesehen. Die Universität Ulm fungiert als Studienzentrum für Baden-Württemberg und als Datenzentrale für den gesamten europäischen Bereich.

(Universität Ulm, 09.08.2006 – NPO)

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