Studie: Moderater Konsum mit positivem Effekt nach Ballondilatation Alkohol hält Herzkgefässe offen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Studie: Moderater Konsum mit positivem Effekt nach Ballondilatation

Alkohol hält Herzkgefässe offen

Ein Gläschen Sekt nach der Herz-OP – rein medizinisch steht dem nichts entgegen. Denn eine Studie der Universitätsklinik Heidelberg belegt: maßvoller Alkoholkonsum nach einer operativen Weitung der Herzkranzgefässe hält die Adern offen.

Moderater Alkoholkonsum senkt das Risiko, dass sich Herzkranzgefässe nach ihrer Eröffnung durch einen Katheter und Einlage eines so genannten Stents, der das Gefäß erweitert, wieder verengen, so das Ergebnis der Studie. Wahrscheinlich hemmt Alkohol die Wucherung von glatten Muskelzellen in den Blutgefässen; dies legen auch Erkenntnisse aus Tierversuchen nahe. Die Heidelberger Mediziner raten zwar von einer generellen Empfehlung zum Alkoholkonsum bei koronarer Herzkrankheit ab, sehen aber auch keinen medizinischen Grund dafür, den Konsum zu verbieten.

Zwei Heidelberger Herzspezialisten hatten mehr als 225 Männer, die sich wegen verengter Herzkranzgefäße einer Ballondilatation unterziehen mussten, zu ihren Trinkgewohnheiten nach dem Eingriff befragt. Die Mehrzahl der Patienten konsumierte bis zu 700 Gramm Alkohol pro Woche, etwa ein Fünftel der Patienten höchsten 50 Gramm. Zum Vergleich: Ein Glas Wein enthält etwa elf Gramm Alkohol, ein großes Glas Bier etwa 13 Gramm. Die Patientengruppe mit höherem Alkoholkonsum hatte weniger häufig einen erneuten Verschluss der Herzkranzgefässe und mussten sich seltener einer erneuten Ballondilatation unterziehen. Auch Diabetiker, die besonders stark zum Gefäßverschluss neigen, profitierten von mäßigem Alkoholkonsum.

(Universitätsklinikum Heidelberg, 16.09.2004 – ESC)

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