Meteorschauer erreicht am 12. August seinen Höhepunkt Sternschnuppen-Regen: Die Perseiden kommen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Meteorschauer erreicht am 12. August seinen Höhepunkt

Sternschnuppen-Regen: Die Perseiden kommen

Ein heller Perseiden-Meteor rast über den Nachthimmel © Sky & Telescope / Dennis di Cicco

Es regnet Sternschnuppen: Am 12. August erreicht der Meteorschauer der Perseiden seinen alljährlichen Höhepunkt – einer der spektakulärsten Sternschnuppen-Regen des Jahres. In der Nacht von Samstag auf Sonntag können bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde fallen. Am besten zu sehen sind sie in der ersten Nachthälfte, bevor um 23:00 Uhr der helle Mond aufgeht, denn er wird viele schwächere Meteore überstrahlen.

Sommerzeit ist Sternschnuppenzeit. Einer der Gründe dafür sind die Perseiden, einer der spektakulärsten Meteorschauer des Jahres. Alljährlich Mitte August wandert die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch eine Staubwolke, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Wenn dann die kleinen Staubkörnchen mit rund 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Atmosphäre rasen, erzeugen sie eine hellleuchtende Spur aus überhitzten Gasen – es regnet Meteore.

Nur teilweise vom Mond überstrahlt

In diesem Jahr liegt das Maximum der Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August – für Beobachter damit sehr günstig am Wochenende. Allerdings gibt es diesmal einen Nachteil: Am 7. August war Vollmond und der Mond ist auch jetzt am Wochenende noch zu 80 Prozent erleuchtet. Ab seinem Aufgang gegen 23:00 Uhr wird er daher einen Großteil der Sternschnuppen überstrahlen. Vorher jedoch sollten schon zahlreiche Sternschnuppen zu sehen sein.

Bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde können in diesem Jahr beim Perseidenschauer fallen. Und noch etwas zeichnet die Perseiden aus: Kein anderer Meteorschauer bringt so viele Feuerbälle hervor wie sie. Diese größeren Brocken können am Himmel so hell erscheinen wie der Jupiter und die Venus. Sie sind daher trotz Mondschein noch gut zu erkennen. Häufig hinterlassen sie sogar lange Streifen, die ein bis zwei Sekunden lang leuchten.

Verfolgt man die Bahn der Perseiden zu ihrem Ursprung zurück, scheinen sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher ihr Name. © Sky & Telescope

Das bloße Auge genügt

Um die Sternschnuppen zu beobachten, benötigt man kein Fernglas, das bloße Auge reicht. Am besten sucht man sich einen möglichst dunklen Ort, an dem man den Himmel gut sehen kann. Günstig ist es beispielsweise, sich in eine Decke eingewickelt einfach auf einen Liegestuhl in den Garten oder einen Park zu legen.

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„Entspannen Sie sich und lassen Sie ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit anzupassen“, rät Alan MacRobert vom Astronomiemagazin Sky & Telescope. „Selbst mit Mondlicht können Sie dann wahrscheinlich etwa eine Sternschnuppe jede Minute oder zwei sehen.“ Wohin man dabei am Himmel schaut, ist egal. Denn die Perseiden erhielten sie ihren Namen zwar, weil sie vom Sternbild Perseus auszugehen scheinen, aber sie können am gesamten Himmel sichtbar sein.

Live auch im Internet

Sollte das Wetter nicht mitspielen, können Sie den Meteorschauer sogar von zuhause aus mitverfolgen: Das Projekt Virtual Telescope überträgt Live-Aufnahmen einer All-Sky-Kamera über das Internet.

Wer am Samstag unter Wolken sitzt oder am Wochenende nicht dazu kommt, hat zudem in den folgenden Tagen noch eine Chance auf Sternschnuppen. Denn das Maximum des Meteorstroms ist relativ breit. Dadurch kann man auch noch ein paar Tage nach dem Perseiden-Höhepunkt Sternschnuppen beobachten – und dann geht der Mond bereits deutlich später auf und ist nicht mehr so groß.

(Sky & Telescope, MPI für Astronomie, 11.08.2017 – NPO)

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