Raffinierte Konstruktion: Forscher haben ein Lichtsegel für Raumsonden entwickelt, das sich selbstständig auf einem Laserstrahl zentrieren kann – eine wichtige Voraussetzung für einen solchen Strahlungsantrieb. Möglich wird dies durch Flüssigkristalle im Segel, die das Licht bei seitlichem Einfall umlenken und so das Segel automatisch wieder in die Mitte des Lichtstrahls bringen.
Lichtsegel gelten als eine Technologie, mit der in Zukunft ein interstellares Reisen möglich werden könnte. Denn wenn eine Raumsonde vom Strahlungsdruck starker Laser oder der Sonne angetrieben wird, kann sie auf lange Sicht weit schneller werden als durch jeden chemischen Antrieb. Erste Prototypen solcher Lichtsegel-Sonden entwickeln zurzeit bereits Projekte wie LightSail und Breakthrough Starshot.
Das Problem der Zentrierung
Doch bisher gibt es dabei einen Haken: Wird das Lichtsegel von einem starken Laserstrahl beschleunigt, kann es zwar besonders hohe Geschwindigkeiten erreichen. Gleichzeitig aber muss sichergestellt werden, dass das Segel zentriert auf diesem Antriebsstrahl bleibt. Denn weicht es seitwärts aus oder trifft der Strahl zu schräg auf, geht der Antrieb verloren oder der Kurs stimmt nicht mehr.
Eine Lösung für dieses Problem könnten nun Forscher um Grover Swartzlander vom Rochester Institute of Technology entwickelt haben. Sie haben ein Lichtsegel konstruiert, dessen Oberflächenstruktur das Segel quasi automatisch zentriert hält. Möglich wird dies durch einen dünnen Kunststofffilm, in den Flüssigkristalle eingelagert sind. Diese bilden eine Anordnung, die wie ein symmetrisches Beugungsgitter für das Licht wirkt.









