Meteorschauer der Geminiden erreicht in diesen Tagen seinen Höhepunkt Geminiden: Es regnet Sternschnuppen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Meteorschauer der Geminiden erreicht in diesen Tagen seinen Höhepunkt

Geminiden: Es regnet Sternschnuppen

Es regnet Sternschnuppen: Meteore des Geminiden-Meteorschauers. © Asim Patel/ CC-by-sa 3.0

Ein Blick an den Nachthimmel lohnt sich: In den kommenden Nächten regnet es besonders viele Sternschnuppen. Denn der Meteorschauer der Geminiden erreicht am frühen Morgen des 14. Dezember seinen Höhepunkt. Mit besonders vielen hellleuchtenden Meteoren ist er einer der spektakulärsten Sternschnuppen-Regen des Jahres. Günstig auch: Die Sternschnuppen regnen die gesamte Nacht.

Die Geminiden gehören zu den ergiebigsten unter den jährlichen Sternschnuppen-Regen – und zu den spektakulärsten. Denn typisch für diesen Meteorschauer sind vielen hellen, gelblich-weiß leuchtenden Meteore, die selbst an nicht ganz so dunklen Standorten sichtbar sind. Schon in den Tagen vor dem Höhepunkt des Meteorschauers steigt die Menge der über den Himmel rasenden Sternschnuppen deutlich an.

„Die Geminiden sind einer der beiden besten Meteorschauer des Jahres“, erklärt Alan MacRobert vom Sky & Telescope Magazin. „Manchmal sind sie sogar noch eindrucksvoller als die besser bekannten Perseiden im August.“ Rund 100 Sternschnuppen pro Stunde könnten in diesem Jahr zu sehen sein.

Die nächsten drei Nächte sind am besten

In diesem Jahr liegt das Maximum der Geminiden am Morgen des 14. Dezember gegen 07:30 Uhr. Aber schon in den Nächten davor und in der Nacht zum 15. Dezember lohnt sich der Blick an den Himmel. Typischerweise steigen die Sternschnuppenraten zum Maximum hin langsam an, direkt nach dem Höhepunkt des Meteorschauers fallen dann besonders viele größere, hellere Meteore.

Der scheinbare Urpsrung der Geminiden, der Radiant, liegt im Sternbild Zwwillinge (Gemini) © Sky & Telescope / Gregg Dindermann

Scheinbarer Ausgangspunkt der Sternschnuppen am Himmel ist das Sternbild der Zwillinge (Gemini). Dieses liegt am frühen Abend noch relativ nah am Horizont, deshalb kann man dann besonders langanhaltende, fast waagerecht über den Himmel ziehende Leuchtspuren sehen. Den Rest der Nacht stehen die Zwillinge hoch am Himmel, so dass sich die Sternschnuppen dann über den gesamten Nachthimmel verteilen.

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Gute Beobachtungsbedingungen

Den Meteorschauer zu beobachten erfordert zwar warme Kleidung, ist aber ansonsten nicht schwer, denn viele Geminiden-Sternschnuppen sind besonders hell. Selbst von städtischen, lichtverschmutzten Standorten kann man daher immerhin ein paar dieser Meteore sehen. Der Mond stört in diesem Jahr nur wenig, weil er erst gegen 04:00 Uhr morgens aufgeht und dann nur eine schmale Sichel von ihm beleuchtet ist.

„Suchen Sie sich einen Ort mit freier Sicht zum Himmel und keinen gleißenden Lichtern in der Nähe“, rät MacRobert. „Man sieht mehr Sternschnuppen, wenn man seinen Augen mindestens 20 Minuten Zeit gibt, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.“ Weil die Geminiden über den Himmel verteilt sind, ist es sinnvoll, nicht nur auf das Sternbild Zwillinge zu sehen, sondern sich eher einen besonders dunklen Bereich des Himmels zu suchen – meist ist dies direkt über einem.

Die Bahn des 3200 Phaeton bringt ihn sehr nah an der Sonne vorbei © Sky & Telescope

Ungewöhnlicher Urheber

Die Geminiden sind eine Besonderheit unter den Meteorschauern. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Sternschnuppen-Regen hat er seinen Ursprung nicht im Staubschweif eines Kometen. Stattdessen ist sein Urheber der rund fünf Kilometer große Asteroid 3200 Phaeton, wie Astronomen erst 1983 entdeckt haben.

Der steinige Brocken umkreist die Sonne in einer elliptischen Bahn, die ihn all 1,43 Jahre der Sonne extrem nahe bringt – so nah wie keinen anderen bekannten Asteroiden. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die enorme Hitze der Sonne lässt das Gestein des Asteroiden reißen und zerbrechen. Bei jeder Passage lösen sich daher Staub und kleine Trümmerteile aus seiner Oberfläche. Dass auch Asteroiden einen solchen Schweif ausbilden können, haben Astronomen erst vor wenigen Jahren entdeckt – unter anderem an einem Asteroiden mit gleich sechs Schweifen.

Wer ein gutes Teleskop besitzt, kann Phaeton in diesem Jahr sogar beobachten. Denn der Asteroid passiert momentan den erdnächsten Punkt seiner Flugbahn. Am besten zu sehen ist er in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember.

(Sky & Telescope, 12.12.2017 – NPO)

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