Zumindest im Norden könnte das Ostereiersuchen im Schneee stattfinden Weiße Ostern nicht ausgeschlossen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Zumindest im Norden könnte das Ostereiersuchen im Schneee stattfinden

Weiße Ostern nicht ausgeschlossen

Ostereier im Schnee - dieses Jahr ist das durchaus realistisch © Omerzu / CC-by-sa 3.0

Das letzte Weihnachten war eher österlich mild, dafür beschert uns das Wetter jetzt wahrscheinlich sogar weiße Ostern: In weiten Teilen Nordostdeutschlands könnte sich die weiße Pracht bis zum Osterfest halten, prognostizieren Meteorologen der Freien Universität Berlin. Denn erst von Gründonnerstag an ist mit einer nennenswerten Milderung zu rechnen, und die Nächte bleiben zunächst kalt. Ostereier suchen im Schnee sei damit durchaus nicht ausgeschlossen.

Es will und will nicht Frühling werden: Obwohl das kalendarische Frühjahr bevorsteht, liegt in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands noch immer Schnee und auch im Rest des Landes ist es nicht gerade mild. Jetzt naht das Osterfest und von blühenden Narzissen, Schneeglöckchen oder gar grünen Wiesen keine Spur. Im Westen und Südwesten Deutschlands sieht es nicht ganz so dramatisch aus. Aber auch dort sind überall noch Schneereste zu inden und auch die Nachttemperaturen in Gefrierpunktsnähe. Die paar Schneeglöckchen und Krokusse, die man vorfindet und die doch eigentlich die Frühlingsboten sein sollten, sehen eher so aus, als bräuchten sie ein wärmendes Mäntelchen.

Eine Luftmassengrenze bringt Schnee und Kälte

Wie die Meteorologin Petra Gebauer von der FU Berlin erklärt, ist Neuschnee zum kalendarischen Frühlingsanfang eher selten, das letzte Mal liegt schon länger zurück: In Berlin gab es dieses Phänomen in den letzten 122 Jahren erst zehn Mal, zuletzt im Jahr 1978. Verantwortlich für diese ungewöhnliche Wetterlage ist damals wie heute eine Luftmassengrenze über Deutschland. Luft arktischen Ursprungs strömt dabei gegen mildere und gleichzeitig feuchte Luft, die sich von Süden kommend nordwärts verlagert.

Die erste Hälfte des Monats März sei aber hinsichtlich der Temperatur gar nicht so extrem ungewöhnlich gewesen, betont Gebauer. Normalerweise herrschen in dieser Zeit Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht und plus sechs Grad bis sieben Grad am Tag. Zumindest in den ersten zehn Märztagen sei es an drei Tagen mit mehr als zehn Grad bereits wärmer als im Durchschnitt gewesen.

Tröstlich für Frühlingsherbeisehner: Gebauer zufolge wäre es es nicht das erste „weiße Ostern“: Auch im Jahr 2008 lag Ostern noch ein Hauch von Weiß auf den Wiesen, und 1977 schneite es an den beiden Osterfeiertagen am 10. und 11. April sogar so stark, dass eine 14 Zentimeter hohe Schneedecke liegenblieb. Ob das allerdings die Suche nach Ostereiern im Schnee angenehmer macht, ist fraglich…

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(Freie Universität Berlin, 20.03.2013 – NPO)

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