Symposium und Filmfest zu Ehren des deutschen Polarforschers Wegeners Expeditionen in Originalaufnahmen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Symposium und Filmfest zu Ehren des deutschen Polarforschers

Wegeners Expeditionen in Originalaufnahmen

Alfred Wegener und sein grönländischer Begleiter Rassmus Villumsen: Die Rückfahrt von 'Eismitte', einer in zentral Gränland gelegenen Station, endete im November 1930 tragisch und mit dem Tode Wegeners. Erst im Mai 1931 fand eine Suchexpedition den Leichnam von Alfred Wegener im Eis, Rassmus Villumsen blieb verschollen. © Alfred- Wegener-Institut

Ob Plattentektonik, Meteorologie, Paläoklimatologie oder neue Theorien zur Entstehung des Mondes: vom 30. Oktober bis 2. November treffen sich Wissenschaftler aus aller Welt in Bremerhaven zum zweiten Internationalen Alfred Wegener Symposium. Als Besonderheit werden mit der Filmreihe „Forschung und Abenteuer im Eis – Alfred Wegener im Film“ auch Originalaufnahmen der Expeditionen von 1929 und 1930 am 30. Oktober im Kino Atlantis in Bremerhaven und am 1. November im Kino 46 in Bremen gezeigt.

So vielfältig wie die Geowissenschaften sind auch die rund 50 geplanten Vorträge auf dem Alfred Wegener Symposium in Bremerhaven: Unter anderem soll über Tsunamis, die Karte tektonisch aktiver Erdregionen (World stress map), die Ursachen des Abschmelzens des grönländischen Eisschildes, das Mikroklima von Gletschern und eine neue Theorie zur Entstehung des Mondes berichtet werden.

Zu diesem Zweck kommen rund 140 Wissenschaftler aus elf Ländern vom 30. Oktober bis 2. November am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und im Deutschen Schiffahrtsmuseum zusammen. Anlass für die nach 1980 zweite Veranstaltung dieser Art ist der 125. Geburtstag und 75. Todestag von Alfred Wegener, dem deutschen Polarforscher und Begründer der Kontinentaldrifttheorie.

Alfred-Wegener-Filmfestival

Alfred Wegener und sein grönländischer Begleiter Rassmus Villumsen: Die Rückfahrt von 'Eismitte', einer in zentral Gränland gelegenen Station, endete im November 1930 tragisch und mit dem Tode Wegeners. Erst im Mai 1931 fand eine Suchexpedition den Leichnam von Alfred Wegener im Eis, Rassmus Villumsen blieb verschollen. © Alfred- Wegener-Institut

In Kooperation mit dem Kommunalen Kino Bremerhaven e.V., Stadtkultur im DLZ Grünhöfe und Kino 46 in Bremen zeigt das Alfred-Wegener-Institut zudem eine Filmreihe mit Produktionen über Alfred Wegener und seine Expeditionen in die bis dahin wenig bekannten Polargebiete. Die Vorstellung findet am 30. Oktober im Kino Atlantis, Hafenstr. 144 in Bremerhaven statt, sowie am 1. November im Kino 46, Waller Heerstr. 46 in Bremen. Das Alfred-Wegener-Filmfestival ist eine Veranstaltung im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Alfred-Wegener-Institutes und Stadt der Wissenschaft 2005.

Programm am 30.10. 05 im Kino Atlantis in Bremerhaven:

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11:00-12:20 Das große Eis (78 min.)

13:00-13:35 Deutsche Grönlandexpedition Alfred Wegener Teil I-III (35 min. Stummfilm mit Guido Solarek live am Klavier)

14:00-14:25 Die Deutsche Grönlandexpedition Alfred Wegener (22 min. FWU)

15:00-16:30 SOS Eisberg (90 min.)

Programm am 01.11.05 im Kino 46 Bremen:

18:00-18:35 Deutsche Grönlandexpedition Alfred Wegener Teil I-III (35 min. Stummfilm mit Guido Solarek live am Klavier)

19:00-20:20 Das große Eis (78 min.)

20:30-20:50 Die Deutsche Grönlandexpedition Alfred Wegener (22 min. FWU)

21:00-22:30 SOS Eisberg (90 min.)

Die Erben Wegeners

Am Eisrand des Kronprinz-Christian-Landes in Nordostgrönland: Veränderungen des grönländischen Eisschildes interessieren auch heute die Wissenschaft. © Dr. Hans Oerter, Alfred- Wegener-Institut

Alfred Lothar Wegener wurde am 01.11.1880 in Berlin geboren. Seine Ideen und Forschungsergebnisse verbesserten unser Wissen zu Wetter- (Meteorologie), Eis- (Glaziologie) und Sternenkunde (Astronomie), ebenso wie zu Geologie und Geophysik. Bis heute gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Polarforscher, seine Theorie zur Kontinentalverschiebung war visionär. Allerdings blieb ihm eine Wertschätzung seiner wegweisenden Ideen zu Lebzeiten verwehrt: Erst Mitte der sechziger Jahre, rund 30 Jahre nach Wegeners Tod, fanden seine Ideen im erweiterten Modell der Plattentektonik uneingeschränkte Anerkennung in der Wissenschaft. Wegener starb gerade fünfzigjährig Anfang November 1930 im grönländischen Eis.

Die wissenschaftlichen Ansätze Wegeners und vor allem sein interdisziplinäres Denken sind noch heute Weg weisend. Am Alfred-Wegener-Institut werden besonders die Forschungen zur Atmosphärenphysik, Glaziologie und Plattentektonik weiter verfolgt. Neben einem besseren Verständnis der wissenschaftlichen Grundlagen erhoffen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen davon Erkenntnisse und bessere Vorhersagen zu den aktuell stattfindenden globalen Klimaveränderungen.

So wird beispielsweise auch heute noch Grönland, Wegeners einstiges Spezialgebiet, intensiv erforscht. Die Insel liegt unter einem bis zu vier Kilometer mächtigen Eisschild, in dem Klimadaten von Jahrtausenden archiviert sind. Mit Eiskernbohrungen erschließen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts diese Daten und verbessern damit die Grundlage für Klimaprognosen. Parallel werden auch die heutigen Veränderungen der Eisbedeckung als Folge des weltweiten Klimawandels untersucht.

(Alfred- Wegener-Institut, 28.10.2005 – AHE)

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