Neue Erkenntnisse zum Urlaubsverhalten der Deutschen Typologie des Reisens ermittelt - scinexx | Das Wissensmagazin
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Neue Erkenntnisse zum Urlaubsverhalten der Deutschen

Typologie des Reisens ermittelt

Die Deutschen reisen gern und oft. Sie zeichnen sich dabei jedoch durch ein sehr unterschiedliches Reiseverhalten aus. Die Reisemagazine Geo Saison und Geo Special haben jetzt erforscht, welche Aspekte bei der Auswahl eines Reiseziels und eines Reiseveranstalters für die Deutschen eine Rolle spielen – und welches Leistungs- und Preisniveau bei Reisen bevorzugt wird.

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In Zusammenarbeit mit dem Träger der Reiseanalyse, der „Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR)“, wurden 7.858 Personen mündlich zu ihrem jeweiligen individuellen Reiseverhalten befragt.

Dabei wurde erhoben, wie entscheidend etwa die Kriterien „Persönliche Sicherheit“, „Landschaftsbild“, „Service“, „kulturelle Angebote“, „Lage“ und „ausgeprägtes Nachtleben“ für die Wahl des Urlaubsziels sind. Die Motive für die Auswahl des Reiseveranstalters wurden anhand von insgesamt zehn Kriterien – wie etwa „Vertrauen zum Reiseveranstalter“, „Lage der Hotels“, „Last-Minute-Angebote“, „zuverlässige Partnerunternehmen“ und „Sportangebote“ – erforscht. Und schließlich wurde auch das bei Reisen bevorzugte Leistungs- und

Preisniveau erhoben.

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Vier „Reisetypen“

Nach Auswertung der Ergebnisse kristallisierten sich vier unterschiedliche „Reisetypen“ heraus:

Der junge Billig-Urlauber: Bei Vertretern dieses Typus handelt es sich meist um junge Ledige oder junge Ehepaare mit Kind, die über ein vergleichsweise niedriges Haushalts-Nettoeinkommen verfügen. Bei der Auswahl des Reiseziels und des Reiseveranstalters orientieren sie sich stark am Preis-Leistungsverhältnis. Bevorzugt werden kostengünstige Varianten wie Camping, „Urlaub auf dem Bauernhof“ und Verwandtenbesuche innerhalb Deutschlands.

Der aktive Viel-Forderer: Dieser Reisetyp ist im Vergleich etwas jünger, mit einem durchschnittlichen Haushalts-Nettoeinkommen und einer leicht überdurchschnittlichen Reiseintensität. Für den Viel-Forderer kommen sowohl die Mittel- und Komfortklasse als auch eine preiswertere Urlaubsvariante in Frage. Aktiv-, Erlebnis- und Strandurlaub waren die Urlaubsformen der letzten drei Jahre.

Der unentschlossene Wenig-Reisende: Die Kategorie des unentschlossenen Wenig-Reisenden ist am wenigsten verbreitet. Er zeichnet sich durch eine leicht unterdurchschnittliche Bildung und ein unter Durchschnitt liegendes Haushalts-Nettoeinkommen aus. Sein Reiseverhalten weist eine eher unterdurchschnittliche Intensität auf.

Der vielreisende Komfort-Urlauber: Zu dieser Gruppe gehören Personen im mittleren Alter, die sich durch höchste formale Bildung sowie das vergleichsweise höchste Haushalts-Nettoeinkommen auszeichnen. Qualität, Luxus und Komfort dienen als bestimmende Kriterien bei der Auswahl des Reiseziels und -veranstalters. Dementsprechend vielseitig sind die gewählten Urlaubsformen: Neben Städte- und Kulturreisen, Wellness-Trips und Fernurlauben werden auch Kreuzfahrten oft von ihm gebucht. Dank seiner überdurchschnittlich ausgeprägten Reiseintensität und seiner finanziellen Unabhängigkeit ist der vielreisende Komfort-Urlauber von besonderem Interesse für die Touristikbranche.

(ots, Geo, 29.09.2004 – DLO)

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