Untersuchung von Tafeltrauben ergibt Trauben mit Chemikalien belastet - scinexx | Das Wissensmagazin
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Untersuchung von Tafeltrauben ergibt

Trauben mit Chemikalien belastet

Weintrauben haben jetzt im Herbst Hochsaison. Doch das beliebte Obst ist zum Teil nicht unerheblich mit Pflanzenschutzmittel- und Insektizid Rückständen belastet. Dies zeigt eine Utnersuchung von 53 Tafeltraubenproben der zwei Institute für Lebensmittelchemie Speyer und Trier wurden von Mitte August bis Mitte Oktober 2004.

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Die Ergebnisse: In fast allen Proben – 91 Prozent – entdeckten die Wissenschaftler Rückstände von Pflanzenschutz- oder Insektenbekämpfungsmitteln. 74 Prozent der Trauben wiesen Rückstände von mehr als einem Mittel auf, eine Probe aus Italien erreichte dabei die rekordverdächtige Menge von zehn verschiedenen Chemikalien.

Wegen Überschreitungen von zulässigen Höchstmengen mussten drei Proben beanstandet werden. Davon wiesen zwei Proben aus Italien und der Türkei Überschreitungen bei Brompropylat auf. Bei einer Probe türkischer Trauben lag der Gehalt des Insektizids Indoxacarb über der Höchstmenge.

Im Vergleich zu den 2003 durchgeführten Untersuchungen zeigen sich jedoch keine große Veränderungen. Mit sechs Prozent Beanstandungen, 91 Prozent Belastungsquote und 74 Prozent Mehrfachrückständen ist die Situation annähernd gleich geblieben.

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Insgesamt kamen die deutschen Trauben bei den Test etwas besser weg als die importierten: Bei Auslandsware wurden zwar genauso viele Proben mit Spuren von Pflanzenschutzmitteln gefunden wie bei einheimischen Tafeltrauben (90 Prozent bzw. 91 Prozent der Proben mit Rückständen). Höchstmengenüberschreitungen traten jedoch nur bei ausländischen Erzeugnissen auf.

74 Prozent der Proben Auslands- und Inlandsware wiesen Mehrfachrückstände auf, die maximale Zahl an Wirkstoffen lag bei ausländischen Trauben aber etwa doppelt so hoch wie bei einheimischen Waren. Deutsche Trauben enthielten im Mittel Rückstände von 2,5 Wirkstoffen während ausländische Ware mit durchschnittlich 3,3 Wirkstoffen höher belastet waren.Mit elf gegenüber 28 verschiedenen Wirkstoffen war das Spektrum an festgestellten Pflanzenschutzmitteln bei einheimischen Produkten wesentlich kleiner.

(Umweltministerium Rheinland-Pfalz, 25.10.2004 – NPO)

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