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Perseiden: Sternschnuppenregen in der zweiten Nachthälfte

Meteorschauer bringt bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde

Perseiden-Meteor © Pete Lawrence, UK

Der Meteorschauer der Perseiden verspricht in diesem Jahr ein besonders beeindruckendes Himmelsschauspiel zu werden. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag erwarten die Astronomen zwischen 60 und 100 Sternschnuppen pro Stunde, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Der Schauer entsteht, weil die Erde zurzeit durch Reste des Kometenschweifs von 109P/Swift-Tuttle fliegt.

Jedes Jahr ungefähr Mitte August durchfliegt die Erde einen Strom kleiner Staub- und Gesteinsteilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle bei der Passage durch das innere Sonnensystem hinterlassen hat. Immer, wenn der Komet auf seiner elliptischen Umlaufbahn die Sonne passiert, verliert er einen kleinen Teil seines Schweifs. Ein Teil dieses Meteorstroms liegt in der Bahn der Erde, so dass die Teilchen jedes Jahr mit rund 216.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre eintreten und dort als Sternschnuppen verglühen.

„Gutes“ Sternschnuppenjahr

Da diese Sternschnuppen von der Erde aus gesehen alle von einem Punkt im Sternbild Perseus auszugehen scheinen, wurde der Meteorschauer „Perseiden“ getauft. Je nachdem, ob die Erde einen dichten Teil des Meteorstroms erwischt oder nicht, fällt der Perseidenschauer immer leicht unterschiedlich aus. Während 2005 und 2007 eher „normale“ Sternschnuppendichten brachten, erwarten die Astronomen in diesem Jahr einen der besten Schauer der letzten Jahre.

Meteorschauer der Perseiden © NASA

Höhepunkt in der zweiten Nachthälfte

60 bis 100 Meteore pro Stunde, so die Schätzungen, könnten zur Hauptzeit des Schauers, in der Nacht vom 12. auf den 13. August, beobachtet werden – allerdings nur unter den optimalen Bedingungen eines wolkenlosen Himmels und absoluter Dunkelheit. Selbst in den großen Städten mit ihrer Lichtverschmutzung sollen aber mit bloßem Auge noch immer zehn Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein.

Höhepunkt des Perseidenschauers ist bei uns zwischen 01:00 und 04:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Der Radiant, die Konstellation Perseus, von dem die meisten Meteore scheinbar ausgehen, geht bei uns im Nordosten auf und wandert dann im Laufe der Nacht bis auf maximal 60° Höhe. Günstig für die Beobachtung ist auch die fast völlige Abwesenheit von Mondlicht: Da erst am 10. August 2010 Neumond war, tritt unserer Erdtrabant im Moment nur als ganz schmale Sichel in Erscheinung.

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Teilnahme am Meteor-Beobachtungsprogramm möglich

Ambitionierte Beobachter können sich am internationalen Meteorbeobachtungsprogramm beteiligen. Amateurastronomen können ihre Beobachtungsdaten in ein spezielles Formular eintragen und online einreichen. Die von der International Meteor Organisation (IMO) gesammelten Daten tragen dazu bei, die Meteorschauer zu kartieren und zu erforschen. Wie das funktioniert und was genau zu beachten ist, steht hier

(NASA/Royal Astronomical Society/International Meteor Organisation, 12.08.2010 – NPO)

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