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Klimawandel: Entscheidende Rolle der Entwaldung bestätigt

Rodungen erzeugen rund 20 Prozent der menschlichen CO2-Emissionen

Jetzt ist es amtlich: Eine neue, in „Science“ veröffentlichte Studie belegt, dass die Rodung der tropischen Regenwälder entscheidend zum Klimawandel beiträgt. 1,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid jährlich setzt die Rodung frei – und ist damit für rund 20 Prozent der gesamten menschengemachten CO2-Emissionen verantwortlich.

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In der ersten Studie dieser Art verglich ein internationales Wissenschaftlerteam Daten aus elf Klima-Treibhausgas-Modellen. Die Ergebnisse bestätigen, dass die tropischen Wälder wichtige CO2-Senken sind, die noch bis zum Ende dieses Jahrhunderts einen bedeutenden Anteil des Treibhausgases speichern und damit aus der Atmosphäre entfernen. Bei höheren Temperaturen jedoch lässt diese Pufferwirkung nach. Die Rodung der Wälder setzt ein Großteil dieses gespeicherten CO2 wieder frei und trägt damit entscheidend zur Treibhausgas-Emission bei.

130 Milliarden Tonnen CO2

„Die Entwaldung in den Tropen macht 20 Prozent der menschlichen Kohlendioxid-Emissionen aus“, erklärt Pep Canadell vom Global Carbon Project der australischen Forschungsgemeinschaft CSIRO. „Diese Freisetzung entspricht bis 2100 einer Menge von geschätzt 87 bis 130 Milliarden Tonnen Kohlenstoff und ist damit größer als die Kohlenstoffmenge, die in 13 Jahren Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird.“

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Um die atmosphärischen Treibhauskonzentrationen zu stabilisieren sei daher der Schutz der Wälder als Kohlenstoffsenke von großer Bedeutung. „Die neuen Daten zeigen den Wert der Erhaltung tropischer Wälder wie im Amazonasgebiet oder in Indonesien“, so Canadell. „Aber sie zeigen auch, dass wir eine stärkere globale Erwärmung vermeiden müssen, da dies die Fähigkeit der Wälder verringert, Kohlenstoff zu speichern.“

Reduktion der Rodungen nur Teil des Maßnahmenpakets

Nach Ansicht des Forschers könnte schon eine teilweise Verringerung der Rodungen positive Auswirkungen haben: „Wenn wir die Entwaldung bis 2050 um 50 Prozent senken und beschließen, die Rodungen ganz einzustellen, wenn die Tropenwälder auf die Hälfte ihrer Fläche geschrumpft sind, dass könnten wir die Emission von 50 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre verhindern“, erklärt der Klimaforscher. „Diese 50/50 Option entspricht immerhin einer Einsparungsmenge von sechs Jahren globaler Verbrennung fossiler Brennstoffe.“

Allerdings räumt auch Canadell ein, dass die verringerte Entwaldung nur eine der Maßnahmen ist, die benötigt werden, um die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre zu reduzieren. Global sei eine ganze Palette von Maßnahmen nötig. Diese Studie stelle aber zumindest sicher, dass die Aktionen im Bereich der Wälder auf einer sicheren Datenbasis liegen.

(CSIRO, 14.05.2007 – NPO)

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