Bereits zahlreiche Schäden in Mexiko Florida wartet auf „Wilma“ - scinexx | Das Wissensmagazin
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Bereits zahlreiche Schäden in Mexiko

Florida wartet auf „Wilma“

Der Wirbelsturm „Wilma“ hat am Wochenende verheerende Schäden auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan angerichtet und bewegt sich nun auf den US-Bundesstaat Florida zu. Dort wurde bereits der Notstand ausgerufen und die vorgelagerten Inseln zwangsevakuiert.

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Noch ist die Lage in den betroffenen Gebieten Mexikos unübersichtlich, nachdem der Hurrikan am Wochenende mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern und ergiebigen Regenfällen über das Land gezogen war. Am stärksten betroffen scheinen jedoch der Badeort Cancún und die Insel Cozumel zu sein. Einer ersten Bilanz zufolge forderte der Hurrikan mindestens acht Todesopfer und sorgte für zahlreiche Verletzte. Mehr als eine Million Menschen sind direkt durch Schäden an ihren Wohnungen und Häusern von dem verheerenden Sturm betroffen.

Cancún versinkt im Regen

So standen durch die sintflutartigen Regenfälle in Cancún ganze Straßenzüge unter Wasser und sogar in einigen Notunterkünften mussten die Menschen in die oberen Stockwerke der Häuser ausweichen. Die Winde knickten Strommasten um, entwurzelten Bäume und deckten Dächer ab. Auch wenn das gesamte Ausmaß der Schäden noch nicht absehbar ist, so gilt der Hurrikan jedoch bereits jetzt als schlimmster Sturm aller Zeiten in Mexiko.

Die ersten Rettungsmaßnahmen und Hilfsaktionen sind inzwischen angelaufen, da im Krisengebiet nun die Lebensmittel und sauberes Trinkwasser knapp werden. Die Infrastruktur sowie die meisten Geschäften sind weitgehend zerstört und die Menschen im Katastrophengebiet sind nun auf weitere Hilfe angewiesen. Als Reaktion auf den Wirbelsturm sagten alle deutschen Reiseveranstalter ihrer Flüge in das betroffene Gebiet ab.

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Kurs auf Florida

Der Wirbelsturm befindet sich nun wieder über dem Golf von Mexiko und gewinnt dort weiter an Größe und Kraft. Das Auge des Hurrikans ist nach Angaben des kubanischen meteorologischen Instituts seit Samstag auf einen Durchmesser von über 100 Kilometern angewachsen. Über dem warmen Wasser tankt der Sturm erneut Energie und wurde daher vom nationalen Hurrikan-Zentrum in Miami inzwischen wieder auf die Kategorie 3 hochgestuft.

Voraussichtlich am Montagvormittag (MESZ) wird „Wilma“ auf die Küste Floridas treffen. Die Wetterdienste erwarten eine Sturmflut einigen Metern Höhe und schwere Verwüstungen. Vorsorglich wurden 160.000 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. „Wilma“ ist der siebte Wirbelsturm innerhalb der letzten vierzehn Monate, der auf Florida trifft.

(MMCD, 24.10.2005 – AHE)

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