Mineralogisches Museum der Universität Bonn stellt riesigen Edelstein aus Ein "Tigerauge" der Superlative - scinexx | Das Wissensmagazin
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Mineralogisches Museum der Universität Bonn stellt riesigen Edelstein aus

Ein „Tigerauge“ der Superlative

Detail des Tigerauges. © Renate Schumacher / Uni Bonn

Das größte in einem deutschen Museum ausgestellte „Tigerauge“ ist ab jetzt im Mineralogischen Museum der Universität Bonn im Poppelsdorfer Schloss zu sehen. Der Edelstein, eine Scheibe von etwa zwei Metern Länge und 150 Kilogramm Gewicht, stammt aus der Bergkette Hamersley Range in Westaustralien, dem vermutlich besten Tigerauge-Vorkommen, das bisher gefunden wurde.

Eine Stecknadel im Heuhaufen

Im Jahr 2005 stießen die Australier Glenn Archer, David Vaughan und Richard Williamsen von der Firma Australian Outback Mining auf das Tigerauge-Vorkommen in der 2,5 Milliarden Jahre alten Marra Mamba Formation. Die Fundstelle wirkt eher wie eine Stecknadel im Heuhaufen – sprich der Weite Westaustraliens. Zwei Blöcke von über fünf Tonnen wurden damals so intakt wie möglich belassen.

Unter Einsatz modernster Techniken schnitt Vaughan anschließend die Platte zu und polierte sie in erstklassiger Qualität – ein Meisterwerk, weil der Schnitt exakt parallel zu den Fasern erfolgen muss, damit das Gestein nicht stumpf erscheint.

Wertvoller Edelstein

Das große Tigerauge wurde zuletzt auf der größten Mineralienbörse der Welt in Tucson, Arizona, und vor einigen Wochen auf den Münchener Mineralientagen ausgestellt. Der Leiterin des Bonner Mineralogischen Museums, Renate Schumacher, gelang es dann Vaughan davon zu überzeugen, dass das Tigerauge im Poppelsdorfer Schloss ein adäquates Zuhause finden könnte.

Noch handelt es sich bei dem gewaltigen Edelstein nur um eine Leihgabe. Schumacher hofft aber, dass das Tigerauge auf Dauer im Poppelsdorfer Schloss zu besichtigen sein wird. Der Wert des Fundstücks ist enorm. Dies belegt ein Vergleich mit einer kleineren Platte, die bei einer Auktion in Texas im Juni 2008 versteigert wurde – für erstaunliche 215.000 US-Dollar.

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Daten und Fakten zum Bonner Museum

Das Mineralogische Museum der Universität Bonn ist jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr und sonntags (außer an Feiertagen) von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Eintritt: ab 17 Jahren 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

Link:

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.min.uni-bonn.de/museum/index.html

(idw – Universität Bonn, 25.11.2008 – DLO)

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