Qualität der europäischen Badegewässer getestet Badegewässer: Strände gut, Seen mäßig - scinexx | Das Wissensmagazin
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Qualität der europäischen Badegewässer getestet

Badegewässer: Strände gut, Seen mäßig

Wer an Europas Küsten baden gehen will, kann dies ohne Sorge tun: Im jährlichen Bericht über die Qualität der Badegewässer, den die EU-Kommission am Donnerstag vorgelegt hat, kommen nahezu alle Strände gut weg. Weniger gut fielen allerdings die Ergebnisse für die Binnengewässer aus.

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Der Bericht bietet Informationen über Gewässer, in denen jeden Sommer Millionen Europäer schwimmen gehen. Im letzten Jahr erfüllte die große Mehrheit der Strände die Auflagen der Badegewässerrichtlinie aus dem Jahr 1976 und konnte deshalb als sicher eingestuft werden. Während an der Küste 96,7 Prozent der Badegewässer den Normen entsprachen, hat sich bei den Binnengewässern dieser Wert verschlechtert. Dort werden die Normen an einem von zehn Standorten nicht erfüllt.

Umweltkommissar Stavros Dimas hierzu: „Generell ist die Wasserqualität in der gesamten EU gut, doch es gibt noch Spielraum für Verbesserungen. Ich finde es bedenklich, dass in einigen Mitgliedstaaten eher die Tendenz besteht, Badegebiete, die den Normen nicht genügen, aus dem offiziellen Verzeichnis der Badegewässer zu streichen und/oder Badeverbote auszusprechen, als an der Konformität mit den Normen zu arbeiten.“ Er fügte hinzu, dass er sich deshalb nicht nur für eine optimale Wasserqualität in der gesamten EU einsetze, sondern auch für einen Zugang zu noch mehr Stränden, die – auch an Binnengewässern – möglichst viel Sommerspaß ermöglichen sollen.

Der Bericht erfasst 19.965 Badegebiete in der EU-25 mit vollständigen Ergebnissen für 21 Mitgliedstaaten. Sechs der neuen Mitgliedstaaten übermittelten alle verlangten Daten: Estland, Litauen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Zypern. Die Wasserqualität in diesen Mitgliedstaaten war insgesamt etwas schlechter als in der EU-15, wobei jedoch anzumerken ist, dass viele alte Mitgliedstaaten ihre guten Ergebnisse auch erst mehrere Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie erreichten. Malta und Polen unterbreiteten keine vollständigen Daten.

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Bei den Küstengewässern lag der Konformitätsgrad bei 96,7 Prozent und unterscheidet sich kaum vom Ergebnis des Jahres 2003 (96,8 Prozent). Dieser Wert war auch in den neuen Mitgliedstaaten, insbesondere Slowenien (89,5 Prozent) und Zypern (86 Prozent) gut. Hingegen fiel bei den Binnengewässern der Anteil der mit den Normen konformen Badegebiete deutlich von 92,3% im Jahr 2003 auf nunmehr 89,4 Prozent. In den neuen Mitgliedstaaten lag der Konformitätsgrad bei ungefähr 50 Prozent.

Des Weiteren fallen bei einigen älteren Mitgliedstaaten zwei negative Tendenzen auf. So werden beispielsweise Strände von der offiziellen Liste der ausgewiesenen Badegebiete gestrichen und fallen damit nicht mehr unter die Bestimmungen der Richtlinie.

Ferner besteht die Neigung, für nicht konforme Badegebiete ein unbefristetes Badeverbot zu verhängen, ohne dass Maßnahmen zur Behebung des Problems getroffen würden. Diese Praktiken sind häufig an Standorten mit chronischen Verschmutzungsproblemen festzustellen. Diese Vorgehensweise lässt sich nicht mit der Richtlinie vereinbaren. Daher möchte die Kommission möchte diese Angelegenheit mit den betreffenden Mitgliedstaaten besprechen.

(EU-Kommission, 27.05.2005 – NPO)

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