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Modelle geben Luftdruckveränderungen nicht richtig wieder

Auswirkungen des Klimawandels auf Wettermuster unterschätzt

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf das Wetter in Europa könnten größer sein als bisher angenommen. Das hat eine neue, jetzt im Magazin Nature veröffentlichte Studie britischer Forscher gezeigt.

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Nathan Gillett, Klimaforscher der Universität von East Anglia, verglich die gemessenen Luftdruckveränderungen auf Meereshöhe für die Nordhalbkugel während der letzten 50 Jahre mit den Prognosen, die neun modernste Klimamodelle dafür errechneten.

Bei dieser Zirkulationsstudie der Nordhemisphäre stellte er fest, dass die zur Zeit eingesetzten Klimamodelle – Computersimulationen der Reaktionen und Interaktionen von Atmosphäre, Ozeanen und Landflächen – die Veränderungen im Luftdruck eher unterschätzen als überschätzen. Während die Messungen ergaben, dass der Luftdruck in den letzen 50 Jahren über Island um vier Millibar gesunken und in den Subtropen dafür bis zu drei Millibar angestiegen ist, wiesen die Klimamodelle für beide Regionen nur Veränderungen von maximal einem Millibar aus.

Nach Ansicht des Forschers führt dies zu einer deutlichen Unterbewertung der Einwirkungen des Klimawandels auf die stark vom Luftdruck geprägten Wettermuster. Vorherige Studien hatten bereits gezeigt, dass Luftdrucktrends der letzten 30 Jahre die Winter in Südengland milder und windiger haben werden lassen. Beobachtet wurde eine Erhöhung der Wintertemperaturen um rund ein Grad, in Sibirien sogar um bis zu drei Grad. In Schottland stiegen die Niederschläge im gleichen Zeitraum um bis zu 60 Prozent an.

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Diese Veränderungen werden von den gängigen Klimamodellen nicht ausreichend berücksichtigt und widergespiegelt, so Gillett. „Klimamodelle sind sehr gut darin, Temperaturveränderungen zu simulieren, aber diese Studie zeigt, dass ihre Simulationen von Luftdrucktendenzen in der Nordhemisphäre nicht realistisch sind. Wenn wir diese Abweichung verstehen und korrigieren könnten, würde dies die Vorhersagen für zukünftige regionale Klimaveränderungen verbessern.“

(University of East Anglia, 22.09.2005 – NPO)

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