Rätsel um Morgen- und Abendtypen gelöst Wecksignal macht Nachteulen fit - scinexx | Das Wissensmagazin
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Rätsel um Morgen- und Abendtypen gelöst

Wecksignal macht Nachteulen fit

Das Licht ist ein wichtiger Zeitgeber unserer inneren Uhr © NASA/MMCD

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat jetzt endlich geklärt, weshalb bestimmte Menschen abends länger wach und aktiv sind als andere. Diese Abendtypen – so genannte Eulen – profitieren im Gegensatz zu den Morgentypen (Lerchen) von einem im Hirn ausgelösten abendlichen Wecksignal.

Je stärker dieses Wachsignal ist, desto effizienter wirkt es dem Schlafdruck entgegen, so die Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science“.

Eulen profitieren mehr von Wecksignal

Der Wachheitsgrad während des Tages und somit auch die geistige Leistungsfähigkeit wird durch zwei grundlegende Prozesse reguliert: dem inneren 24-Stunden-Rhythmus – circadianer Rhythmus – sowie dem Schlafdruck, der sich langsam über den Tag aufbaut.

Forscher der Universitäten Brüssel und Lüttich haben in Zusammenarbeit mit Professor Christian Cajochen von der Abteilung Chronobiologie der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel festgestellt, dass Abendtypen stärker als Morgentypen von einem abendlichen circadianen Wecksignal profitieren.

Aktivität der Hirngebiete untersucht

Mittels einer funktionellen Magnetresonanztomographie haben die Forscher entdeckt, dass Hirngebiete, die die innere Uhr bilden, und Hirngebiete, die für die Aufrechterhaltung des Wachseins wichtig sind, bei Abendtypen stärker als bei Morgentypen aktiviert sind – was auch die bessere abendliche Leistungsfähigkeit bei den Abendtypen erklärt.

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Die Wissenschaftler konnten zudem zum ersten Mal zeigen, dass ein negativer Zusammenhang zwischen der Aktivierung der circadianen Hirngebiete und dem zunehmenden Wachdruck besteht. In anderen Worten: Je stärker das circadiane Wachsignal, desto effizienter kann eine Person dem akkumulierten Schlafdruck am Abend widerstehen.

Typerkennung im Selbsttest

Sind Sie eher ein Morgen- oder Abendtyp? Unter diesem Link können Sie es selber herausfinden: www.chronobiology.ch.

(idw – Universität Basel, 27.04.2009 – DLO)

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