Paradoxe Bisskraft: Forscher haben herausgefunden, warum der Tyrannosaurus rex einen so knochenknackenden Biss besaß. Demnach war der Schädel des Raubdinosauriers weniger flexibel als lange angenommen. Weil starke Bänder und Knorpel die Schädelgelenke versteiften, konnte der T.rex enorme Bisskräfte einsetzen, ohne dass der Schädel nachgab, wie biomechanische Modellsimulationen ergaben.
Der Tyrannosaurus rex war ein Fleischfresser, der selbst vor großer Beute und den eigenen Artgenossen nicht zurückschreckte. Seinen Jagderfolg verdankte er unter anderem seiner Wendigkeit, aber auch seinen steakmesserscharfen Zähnen und einer Bisskraft, die schon bei Jungtieren zum Knacken von Knochen ausreichte.

Biomechanisches Paradox
Doch wie konnte der Schädel des T. rex den enormen Kräften bei solchen Bissen standhalten? Frühere Untersuchungen von fossilen Tyrannosaurier-Schädeln hatten enthüllt, dass deren Schädelknochen offenbar über besonders flexible Nähte und Gelenke miteinander verbunden waren. Das könnte beim Reißen der Beute geholfen haben, die Belastungen zu verteilen, so die Hypothese.
„Aber eine solche Schädelbeweglichkeit beim T. rex ist ein biomechanisches Paradox“, sagen Ian Cost von der University of Missouri und seine Kollegen. „Denn stark zubeißende Tetrapoden besitzen typischerweise steife Schädel.“ Allerdings habe man in der früheren Studie nur die Knochen allein berücksichtigt, nicht aber Bänder und Knorpel, die zusätzliche Festigkeit geben können.








