Spitzensportler des Tierreichs stechen menschliche Athleten mit Leichtigkeit aus Tierische Olympioniken würden Gold gewinnen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Spitzensportler des Tierreichs stechen menschliche Athleten mit Leichtigkeit aus

Tierische Olympioniken würden Gold gewinnen

Spitzensprinter auf dem Acker: der Feldhase (Lepus europaeus). © MOdmate/ gemeinfrei

Höchstleistungen, für die menschliche Athleten hart trainieren müssen, sind in der Tierwelt eine Selbstverständlichkeit. Würden einige der tierischen Spitzensportler an den olympischen Spielen in London teilnehmen, hätten ihre menschlichen Konkurrenten keine Chancen auf Medaillen oder den Sieg.

Seine Hinterläufe sind extrem lang, was den Feldhasen dazu zwingt, zu „hoppeln“. Das sieht zwar ungelenk aus, doch dieses Tier ist ein Spitzensportler auf dem Acker. Feldhasen können aus dem Stand drei Meter weit und zwei Meter hoch springen. Auf der Flucht erreichen sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern und lassen damit jeden Sprinter bei den Olympischen Spielen weit abgeschlagen hinter sich. Die 100 Meter Sprintstrecke würden Feldhasen damit in 4,5 Sekunden schaffen und selbst den Jamaikaner Usai Bolt abhängen.

Würde die Rote Waldameise an den Olympischen Spielen teilnehmen, hätte Gewichtheber Matthias Steiner keine Chance: Die Winzlinge – Arbeiterinnen werden nur maximal sieben Millimeter groß – stemmen locker das 30- bis 50-fache ihres Körpergewichtes. Steiner müsste Tonnen stemmen, um es mit Roten Waldameisen aufzunehmen. „Trotzdem würden die Insekten disqualifiziert“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Wenn es richtig schwer wird, setzen sie Haftkissen und Flüssigkeitsfilme an den Füssen ein.“

Goldmedaillen-Kandidat bei den Gewichthebern: die Rote Waldameise (Formica rufa). © Richard Bartz, Munich Makro Freak / CC-ba-sa 2.5 us

Otter: von Natur aus optimierter Schwimmanzug

Im Wasser hat der Mensch technisch aufgerüstet. Die Schwimmer gleiten mit Spezialanzügen von Rekord zu Rekord. Strömungslehre, Bionik und sogar Weltraumtechnik haben bei der Entwicklung eine Rolle gespielt. „Das alles hat der Fischotter nicht nötig“, so Goris. Schwimmhäute zwischen den

Zehen, ein perfekter Schwimmstil durch Bewegungen der Hinterbeine und des Schwanzes – und schon gleiten sie elegant durchs Wasser. Der „Schwimmanzug“ des Otters ist perfekt ans nasse Element angepasst, so dass er Geschwindigkeiten von bis zu 14 Kilomeern pro Stunde erreicht und die 100 Meter in 25 Sekunden schwimmen könnte. Die Ausnahmeathletin Britta Steffen brauchte dafür immerhin 52 Sekunden.

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Neben Sprintern, Muskelprotzen und Schwimmern gibt es auch Flugkünstler unter den heimischen Wildtieren, die Übermenschliches leisten. Wanderfalken sind für ihre spektakulären Sturzflüge berühmt. Bei der Jagd stürzen sie mit zirka 200 km/h aus den Wolken, um die Beute – meist kleine

Vögel – im Flug zu schlagen.

(Informationsdienst Wissenschaft – idw – Pressemitteilung
Deutsche Wildtier Stiftung, Eva Goris, 24.07.2012 – NPO)

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