Stressreiche Schwangerschaft wirkt sich auf Mutterkuchen aus Gestresste Mütter haben eine größere Plazenta - scinexx | Das Wissensmagazin
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Stressreiche Schwangerschaft wirkt sich auf Mutterkuchen aus

Gestresste Mütter haben eine größere Plazenta

Steht eine schwangere Mutter unter Stress, wirkt sich dies auf die Größe ihrer Plazenta aus: Sie ist größer als normal. Das zeigt eine internationale Studie an 74.000 Schwangeren, die jetzt im Fachmagazin „PLoS ONE“ erschienen ist. Ob der durch den mütterlichen Stress vergrößerte Mutterkuchen dem Embryo nutzt oder schadet, ist bislang allerdings noch unklar.

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Über die Plazenta wird das ungeborene Leben im Mutterleib versorgt. Dass über diese Verbindung auch bestimmte Stoffe von der Mutter an den Fötus übertragen werden können, ist bekannt. Klar ist auch, dass Stress beim Menschen physiologische Folgen nach sich zieht, wie beispielsweise eine Erhöhung bestimmter Stresshormone. Aber wie wirkt sich Stress der Mutter während der Schwangerschaft auf die Versorgung des Nachwuchses im Mutterleib aus?

Diese Frage hat jetzt ein Team von Forschern aus Basel, Los Angeles und Aarhus geklärt. Im Rahmen ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler den Verlauf von 75.000 Schwangerschaften aus Dänemark. Die Forschenden stellten fest, dass die Plazenta bei Müttern, die während der Schwangerschaft etwa im Beruf oder im Bekanntenkreis Stress ausgesetzt waren, stärker wuchs als bei ungestressten Schwangeren.

Diese Befunde weisen erstmals darauf hin, dass das Wachstum der Plazenta – Schaltstelle zwischen Mutter und Fötus – und damit die Versorgung des Kindes beim Menschen nicht nur durch Ernährung und Rauchen, sondern auch durch Stress beeinflusst werden kann. Noch ist unklar, ob das veränderte Plazentawachstum kurz- oder langfristig die Gesundheit der betroffenen Kinder beeinträchtigt. Möglich wäre auch, dass eine größere Plazenta den Fötus vor negativen Stressfolgen schützt.

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In jedem Falle helfen die Befunde, das Wissen um das alltägliche Phänomen Stress und seine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu vertiefen, und geben Anhaltspunkte für weitere Forschung.

(Universität Basel, 04.01.2011 – NPO)

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