RKI erteilt sechste Forschungsgenehmigung für humane embryonale Stammzellen Forscher untersuchen Signalketten der Zelle - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

RKI erteilt sechste Forschungsgenehmigung für humane embryonale Stammzellen

Forscher untersuchen Signalketten der Zelle

Am 8. Oktober 2004 hat das Robert Koch-Institut die sechste Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung erteilt. Sie ergeht an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin.

{1l}

Der Zellbiologe Dr. Daniel Besser erhält die Erlaubnis, vier Stammzelllinien aus den USA zu importieren und mit ihnen zu forschen. In dem genehmigten Projekt sollen Mechanismen aufgeklärt werden, die regulieren, ob humane embryonale Stammzellen in ihrem ursprünglichen Zustand bleiben und sich unverändert vermehren oder ob sie sich in andere Zelltypen differenzieren.

Schwerpunkt wird dabei die detaillierte Analyse so genannter zellulärer Signalketten sein. Diese weisen in undifferenzierten und sich differenzierenden Zellen grundlegende Unterschiede auf. Ferner sollen in dem Forschungsvorhaben Faktoren identifiziert werden, die für das Überleben und die Vermehrung der undifferenzierten Zellen unabdingbar sind. Diese werden von den embryonalen Stammzellen selbst oder von so genannten Nährzellen abgegeben.

Das Vorhaben soll zu einem besseren Verständnis der molekularen Grundlagen von Pluripotenz sowie frühester Prozesse der menschlichen Embryonalentwicklung führen. Es könnte weiterhin dazu beitragen, die Kultivierung humaner ES-Zellen, aber auch anderer Stammzellen, künftig zu erleichtern.

Anzeige

Das Forschungsvorhaben ist vorerst auf fünf Jahre angelegt.

Embryonale Stammzellen haben ein unbegrenztes Teilungsvermögen und können sich in faktisch alle Zelltypen des Körpers entwickeln (Pluripotenz). Die Grundlagen für diese besonderen Eigenschaften sind an humanen embryonalen Stammzellen bislang wenig untersucht. Sie scheinen sich wesentlich von denen der embryonalen Stammzellen der Maus zu unterscheiden.

(idw – Robert Koch-Institut, 11.10.2004 – DLO)

Anzeige

In den Schlagzeilen

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

Dossiers zum Thema

DNA - Von Genen, Mördern und Nobelpreisträgern

News des Tages

Trauben in der MIkrowelle

Rätsel der funkensprühenden Weintrauben gelöst

Klimawandel: Mehr sommerliche Gewitterstürme

Hunderttausende neuer Galaxien entdeckt

Tuberkulose in den Selbstmord treiben

Waren Neandertaler doch "Fleischfresser"?

Bücher zum Thema

Es wird ein Mensch gemacht - Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik von Jens Reich

Dolly - Der Aufbruch ins biotechnische Zeitalter von Colin Tudge, Ian Wilmut & Keith Campbell

Die Genomfalle - Versprechungen der Gentechnik, ihre Nebenwirkungen und Folgen von Ursel Fuchs

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige