In Neuguinea entdeckte Frösche werden nur acht bis neun Millimeter groß Forscher finden kleinste Landwirbeltiere der Welt - scinexx | Das Wissensmagazin
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In Neuguinea entdeckte Frösche werden nur acht bis neun Millimeter groß

Forscher finden kleinste Landwirbeltiere der Welt

Fotos der auf Neuguinea neuentdeckten Miniaturfroscharten Paedophryne dekot (A,B) und Paedophryne verrucosa (C,D), sie sind alle nur acht bis neun Millimeter groß. © Fred Kraus

In den Bergen Neuguineas haben Forscher die kleinsten Frösche der Welt entdeckt. Die winzigen Amphibien werden nur acht bis neun Millimeter groß. Ihre geringe Größe mache die neuentdeckten Frösche zu den kleinsten bekannten Landwirbeltieren überhaupt, berichtet der Entdecker der Frösche, Fred Kraus vom Bishop Museum in Honolulu, im Fachmagazin „Zookeys“.

„Miniaturisierung kommt in verschiedenen Froschgattungen weltweit vor, aber Neuguinea sticht besonders hervor“, sagt der Entdecker der Frösche, Fred Kraus vom Bishop Museum in Honolulu. Hier kennen Forscher bisher sieben Zwergfroscharten. Vier davon, darunter auch die beiden neu entdeckten, gehören zur gleichen Gattung und sind eng miteinander verwandt.

Anpassung an Leben in der Streuschicht

Entdeckt wurden die Paedophryne dekot und Paedophryne verrucosa getauften Zwergfrösche in einer Gebirgsregion im Südosten Neuguineas. Sie leben dort am Boden des Waldes zwischen herabgefallenen Blättern und Moos. Vermutlich seien die Frösche im Laufe der Evolution geschrumpft, um der Konkurrenz der größeren Froscharten zu entgehen und die Nahrungsquellen am Waldboden besser nutzen zu können, meint der Forscher. Wie Kraus berichtet, sind die Zehen der beiden neuentdeckten Froscharten so stark verkleinert, dass sie vermutlich nur schlecht klettern können. Möglicherweise sei auch diese Reduktion der Zehen eine Anpassung an das Leben in der Streuschicht.

Auch die Fortpflanzungsorgane der Miniatur-Froschweibchen sind stark reduziert: Statt wie normalerweise zahlreiche Eier auf einmal zu produzieren, erzeugen die Zwergweibchen nur maximal zwei. „Damit sind die Eigelege dieser Froscharten extrem klein“, sagt Kraus. Noch sei nicht klar, ob die Froschweibchen ihre beiden Eier gleichzeitig oder nacheinander ablegen.

Häufung von Miniaturarten in Neuguinea

Erst im letzten Jahr hatte Kraus zwei nahe verwandte, ebenfalls winzige Froscharten aus der gleichen Gegen in Neuguinea vorgestellt. Diese damals kleinsten Amphibien maßen jedoch zehn bis elf Millimeter und waren damit noch einige Millimeter größer als die jetzt neuentdeckten Zwergfrösche. Alle vier Zwergfroscharten gehören zur Gattung Paedophryne. „Die meisten Froschgattungen haben nur ein paar miniaturisierte Arten unter ansonsten normalgroßen. Paedophryne ist einzigartig, denn alle ihre Arten sind winzig“, sagt der Forscher. Die genauen Verwandtschaftsverhältnisse dieser Mini-Gattung seien noch unklar. (doi: 10.3897/zookeys.154.1963)

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(Bishop Museum, 14.12.2011 – NPO)

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