Studie: Kinder sind zwar dicker, aber auch zufriedener Fast Food macht glücklich - scinexx | Das Wissensmagazin
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Studie: Kinder sind zwar dicker, aber auch zufriedener

Fast Food macht glücklich

Mit Fast Food und Softdrinks werden Kinder zwar dicker, sie sind aber auch zufriedener. Dies hat eine neue Studie eines internationalen Forscherteams ergeben. Die Wissenschaftler konnten zudem zeigen, dass Ernährungsprogramme zur Reduzierung von ungesunden Nahrungsmitteln und Getränken eher von Erfolg gekrönt sind, wenn sie gleichzeitig darauf abzielen, die Kinder auf andere Weise glücklich zu machen.

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Übergewicht bei Kindern ist weltweit ein erhebliches Gesundheitsproblem. Dass ungesunde Ernährungsgewohnheiten zumindest teilweise für die Zunahme der Gewichtsprobleme bei Kindern verantwortlich sind, ist klar. Wenig bekannt ist jedoch über den Zusammenhang zwischen dem Genuss von Fast Food und Softdrinks und der Zufriedenheit der Kinder.

Übergewichtig aber glücklich

Genau dies haben Professor Hung-Hao Chang von der National Taiwan University und Professor Rodolfo Nayga von der University of Arkansas in den Vereinigten Staaten jetzt erstmalig unter die Lupe genommen. Basierend auf Daten der National Health Interview Survey in Taiwan, einer im Jahr 2001 landesweit durchgeführten Untersuchung, erfassten sie den Konsum von Fast Food und Softdrinks, das Körpergewicht und den Grad der Zufriedenheit bei den Kindern. Als Fast Food galten dabei Pommes frites, Pizza und Hamburger. Softdrinks waren Limonade und andere gesüßte Getränke. In der Studie wurden die Angaben von 2.366 Kindern im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren ausgewertet.

Ein Viertel der in der Untersuchung befragten Kinder waren nach Angaben der Forscher übergewichtig oder fettleibig und etwa 19 Prozent gaben an, sich gelegentlich oder häufig unglücklich, traurig oder deprimiert zu fühlen. Ein ganz wesentliches Ergebnis der Studie war, dass Kinder, die sich von Fast Food und Softdrinks ernährten, zwar häufiger übergewichtig, aber auch seltener unglücklich waren.

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Ungesunde Ernährung: Mütter als Vorbild

In ihrer Analyse ermittelten die Wissenschaftler eine Reihe von Faktoren, die einen Einfluss auf Körpergewicht, Essgewohnheiten und Zufriedenheit der Kinder haben, darunter auch die Tatsache, dass die ungesunde Ernährungsweise von Müttern von den Kindern übernommen wird. Kinder, die sich überwiegend von Fast Food ernähren, konsumieren auch gerne Softdrinks und Kinder aus einkommensschwachen Familien hatten häufiger ungesunde Ernährungsgewohnheiten und damit auch Übergewicht.

„Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen, dass es einen deutlichen Zusammenhang gibt zwischen dem Genuss von Fast Food und Softdrinks sowie dem objektiven (Übergewicht) und dem subjektiven (Unzufriedenheit) Wohlergehen von Kindern. Maßnahmen und Programme, die eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Kindern anstreben, sollten dies in Betracht ziehen, um eine Reduzierung von Gewichtsproblemen bei Kindern zu erreichen, ohne dass dies auf Kosten ihrer Zufriedenheit geht“, so die Wissenschaftler online in der Springer-Fachzeitschrift „Journal of Happiness Studies“.

(Springer/Journal of Happiness Studies, 15.04.2009 – DLO)

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