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Wassermangel im größten Stausee der USA

Der Pegelstand im Lake Mead erreicht ein neues Rekordtief

Lake Mead
Lake Mead, der größte Stausee der USA, hat extremes Niedrigwasser. © jmichaelmedia/ Getty images

Der größte Stausee der USA hat zurzeit so wenig Wasser wie noch nie zuvor: Anhaltende Trockenheit hat den Pegel im Lake Mead auf ein Rekordtief sinken lassen. Das riesige, vom Wasser des Colorado River gespeiste Becken ist nur noch zu 27 Prozent gefüllt. Hält die Trockenheit an, könnte es zu Rationierungen bei der Wasserentnahme kommen, auch die Stromerzeugung am Wasserkraftwerk des Hoover Dam wäre dann gefährdet.

Der Lake Mead liegt rund 50 Kilometer südöstlich von Las Vegas in einem ohnehin von Trockenheit und Wüste geprägten Gebiet. Das durch den Hoover Dam aufgestaute Wasser des Sees ist daher eine wichtige Wasserquelle für Millionen Menschen in den umliegenden Teilen von Arizona, Nevada und Südkalifornien. Der 1937 gefüllte See fasst ein Volumen von bis zu 36 Milliarden Kubikmeter Wasser und ist damit der größte Stausee der USA.

Historischer Tiefstand

Doch die anhaltende Trockenheit im Westen der USA hat auch am Lake Mead ihre Spuren hinterlassen: Seit dem Jahr 2000 sinkt der Pegel des Stausees fast kontinuierlich weiter ab, weil mehr Wasser entnommen wird, als durch den Colorado River und Regenfälle nachfließen kann. Die in dieser Aufnahme sichtbaren hellen Zonen am Ufer zeigen, wie weit der Wasser unter dem normalen Niveau liegt.

Am 18. Juli 2022 erreichte der See einen neuen Tiefstand: Nach Angaben des US Bureau of Reclamation (USBR) ist der Lake Mead zurzeit nur noch zu 27 Prozent gefüllt. An der Staumauer des Hoover Dam stand das Wasser nur noch 317,4 Meter über dem Meeresspiegel – das ist so wenig wie nie zuvor seit der ersten Füllung des Stausees. Das letzte Mal, dass der See fast bis zum Maximum gefüllt war, liegt jedoch schon 23 Jahre zurück.

Schneemangel in den Rockies lässt den See austrocknen

Seither mangelt es an Nachschub. Ursache für den Wassermangel ist neben ausbleibenden Niederschlägen vor Ort in erster Linie der schwindende Schnee in den Rocky Mountains. Weil dort im Winter mehr Regen als Schnee fällt, fehlt das Schmelzwasser, das über den Colorado River und sein Canyon-System in den Lake Mead fließt. Dieses Schmelzwasser macht normalerweise 90 Prozent des Einstroms in den See aus.

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Fallen die Pegel am Lake Mead weiter, könnte dies die Wasser- und Stromversorgung von rund 40 Millionen Menschen beeinträchtigen, darunter auch den Einwohnern der Großstädte Las Vegas, Los Angeles oder San Diego. Auch rund zwei Millionen Hektar bewässertes Farmland im Südwesten der USA hängen vom Wasser des Lake Mead ab.

Quelle: NASA Earth Observatory, National Park Service

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