Die Callanish-Steine auf den Äußeren Hebriden Sturmumtostes Steinzeit-Monument - scinexx | Das Wissensmagazin
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Sturmumtostes Steinzeit-Monument

Die Callanish-Steine auf den Äußeren Hebriden

Sturmumtostes Steinzeit-Monument © Brent Bouwsema / Geological Society

Die berühmten Stehenden Steine von Callanish gelten als eines der größten Steinzeitbauwerke der Britischen Inseln. Wozu diese fünf Meter hohen, in einem Kreis und Kreuz angeordneten Menhire einst dienten, ist umstritten. Ähnlich wie Stonehenge könnte sie aber sowohl rituelle Bedeutung gehabt haben als auch als eine Art Observatorium gedient haben.

Die Stehenden Steine von Callanish liegen auf der Insel Lewis in den Äußeren Hebriden – einer eher abgelegenen Gegend. Doch schon vor rund 5.000 Jahren lebten hier Menschen und errichteten eines der berühmtesten Monumente des Neolithikums. Die Anlage von Callanish besteht aus einem Kreis aus größeren Menhiren, in dessen Mitte ein Kammergrab und ein knapp fünf Meter hoher Monolith liegen. Von diesem Kreis geht ein kreuzförmiges Muster als weiteren stehenden Steinen aus: Einerreihen kleinerer Steine erstrecken sich nach Süden, Osten und Westen, im Norden führt sogar eine enger werdende Allee, gesäumt von stehenden Steinen, auf den Steinkreis zu.

Wozu aber diente diese fast 5.400 Quadratmeter große Anlage? War sie möglicherweise nicht nur ein Ritualort, sondern auch eine Art Observatorium? Ein erster Ansatzpunkt sind die kreuzförmigen Steinreihen, die den zentralen Steinkreis einrahmen. Denn die westliche Reihe zeigt genau auf die Untergangsposition der Sonne zu den Tagundnachgleichen, wie Messungen ergaben.

Noch enger aber könnte der Zusammenhang mit der wandernden Position der Mond-Auf- und Untergänge sein: Alle 18,6 Jahre ist die Spannbreite dieser Marker besonders groß, es ereignet sich eine „große Mondwende“. Standen die Steinzeit-Bewohner von Lewis zu diesem Zeitpunkt in der in der Allee der stehenden Steine von Callanish, schien der Mond knapp über die östliche Steinreihe hinweg zu tanzen und in den Steinkreis einzutauchen. „Er schien für sie zu tanzen, wie ein großer Gott, der die Erde besucht“, kommentiert der Archäologe Patrick Ashmore, der die Anlage von Callanish in den frühen 1980er Jahren entdeckte.

Dieses Foto der Stehenden Steine von Callanish ist eines der zehn Gewinnerbilder des Wettbewerbs „100 Great Geosites“ der Geological Society Großbritanniens. Fotografen waren aufgefordert, Bilder einzureichen, die geologische Steinformationen, besondere Landschaften, aber auch archäologische Phänomene oder Museen in Szene setzen.

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