Ein junger Kaiserpinguin wagt seinen ersten Sprung ins Wasser Sprung ins neue Leben - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Ein junger Kaiserpinguin wagt seinen ersten Sprung ins Wasser

Sprung ins neue Leben

Kaiserpinguin
Junger Kaiserpinguin beim Sprung ins Meer © Vincent Munier/ WHOI

Seit seinem Schlupf aus dem Ei hat dieser junge Kaiserpinguin nur auf dem Land gelebt – monatelang zogen ihn seine Eltern in einer großen Pinguinkolonie auf dem Eis des antarktischen Adelielands auf. Erst im Frühjahr wagen sich die Jungvögel erstmals ins Meer und beginnen, allmählich ihre Schwimm- und Tauchkünste zu trainieren. Dieser Schnappschuss zeigt einen dieser Jungpinguine beim mutigen Sprung ins neue Element.

Kaiserpinguine werden an einem der lebensfeindlichsten Orte der Erde geboren – auf dem Eis der Antarktis. In großen Kolonien auf dem Packeis brüten die Vögel ab Herbst ihre Eier aus. Anschließend werden die geschlüpften Küken monatelang von ihren Eltern umsorgt und gefüttert. Doch mit etwa sechs Monaten bahnt sich ein Wechsel an: Die Jungpinguine verlassen die Brutkolonie und müssen ab jetzt alleine zurechtkommen.

Das aber bedeutet, dass die jungen Kaiserpinguine jetzt lernen müssen, wie man sich im Ozean bewegt. Denn bisher haben sie nur auf dem Eis gelebt, das Wasser ist für sie bisher ein fremdes Element. „Das ist nichts, das ihre Eltern ihnen beibringen“, erklärt Sara Labrousse von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI). „Wenn sie erstmals ins Wasser gehen, sind sie deshalb noch sehr ungeschickt und unsicher. Sie sind noch lange nicht so schnelle und elegante Schwimmer wie ihre Eltern.“

Dieses Foto zeigt einen jungen Kaiserpinguin bei einem seiner ersten Sprünge ins Meer. In den nächsten Wochen und Monaten werden er und seine Altersgenossen aus dem Packeisbereich heraus nach Norden schwimmen und dabei ihre Tauch- und Schwimmkünste immer weiter verfeinern. Erst im Herbst, wenn sie sich sicher unter Wasser bewegen können, kehren sie wieder in die Meereiszone zurück.

Nun führen die jungen Pinguine auch tiefere und längere Tauchgänge unter das Eis durch. „Wie sich zeigt, verbringen sie den größten Teil des Winters mit solchen Tauchgängen unterm Meereis“, sagt Labrousse. Fünf bis sechs Jahre bleiben die Jungpinguine mit ihreh Altersgenossen zusammen. Dann erst kehren sie zu ihrer alten Brutkolonie zurück, um nun ihrerseits Junge aufzuziehen.

Anzeige

Anzeige

In den Schlagzeilen

Diaschauen zum Thema

Dossiers zum Thema

Meereis - Wimmelndes Leben in salzigen Kanälen

News des Tages

Bücher zum Thema

keine Buchtipps verknüpft

Top-Clicks der Woche

Anzeige
Anzeige