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Schrottteil im Orbit

Astronaut fotografiert großes Stück Weltraumschrott

Schrottteil im Orbit © NASA/JSC

Gut, dass es nicht näher dran ist: Dieses große Stück Weltraumschrott fotografierte ein Astronaut bereits 1998. Was es genau ist, lässt sich schwer erkennen, es könnte aber eine ausgebrannte Raketenstufe sein. Das fast idyllische Bild illustriert eindrucksvoll das Müllproblem im Orbit: Hier kreisen hunderttausende von größeren und kleineren Schrottteilen umher.

In der niedrigen Erdumlaufbahn zwischen 200 und 1.200 Kilometer über der Erdoberfläche herrscht längst kein leerer Raum mehr: Hier drängen sich hunderte Satelliten, das Weltraumteleskop Hubble kreist hier und auch die Internationale Raumstation ISS. Und sie sind nicht die einzigen: In dieser Hauptverkehrszone des Orbits tummeln sich auch unzählige ausgemusterte Satelliten, die abgeworfenen Brennstufen von Raketen und noch viel mehr kleinere Abfallobjekte. Insgesamt schätzen Experten die Menge des Weltraumschrotts auf rund 6.000 Tonnen.

Hier hat ein Astronaut eines dieser Schrottteile eingefangen: Fast auf der gleichen Höhe wie er kreist es im niedrigen Erdorbit – solange, bis es von der schwachen Reibung mit Gasmolekülen so weit abgebremst wurde, dass es abstürzt. Würde dieses Teil mit der Raumstation ISS kollidieren, könnte es große Schäden anrichten. Den Astronauten bliebe nur die Flucht mit der angedockten Soyuzkapsel.

Damit dies nicht passiert, behalten NASA und Co alle größeren Schrottteile im Orbit und veranlassen bei Kollisionsgefahr ein Ausweichmanöver der ISS oder wichtiger Satelliten. Aber nicht immer klappt das rechtzeitig: 2009 rammte ein 16 Jahre alter, abgeschalteter russischer Satellit einen amerikanischen Telekommunikationssatelliten fast im rechten Winkel. Die dabei freigesetzte Energie war so gewaltig, dass beide komplett zerstört wurden.

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