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Neuer Blick auf den Helix-Nebel

Scharfe Infrarotsicht auf Überrest eines sterbenden Sterns

Neuer Blick auf den Helix-Nebel © ESO/VISTA/J. Emerson. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit

Selbst die feinsten Gasschlieren zeigt diese Aufnahme des Helix-Nebels noch in einzigartiger Schärfe. Die hochauflösende Infrarot-Optik des VISTA-Teleskops der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile bildet vor allem die Feinstruktur des molekularen, hier rot dargestellten Gases in diesem Sternennebel deutlich ab. Im sichtbaren Licht sind diese kühlen Gase nicht zu sehen.

Der Helix-Nebel liegt nur 700 Lichtjahre von der Erde entfernt und gilt als einer der nächstgelegenen und bemerkenswertesten Beispiele für einen Sternennebel. Ein solcher Gasnebel entsteht, wenn ein sonnenähnlicher Stern am Ende seines Lebenszyklus seine äußeren Hüllen abstößt und zum Weißen Zwerg kollabiert. Der Weiße Zwerg im Helix-Nebel ist in dieser Aufnahme als winziger bläulicher Punkt in der Bildmitte zu erkennen. Aus den abgestoßenen Sternenhüllen bildet sich ein komplexer Nebel ausverschiedenen Gasen und Staub, die durch das energiereiche UV-Licht von ihrem Stern zum Glühen gebracht werden.

Der Haupt-Gasring des Helix-Nebels misst rund zwei Lichtjahre im Durchmesser, Materialströme reichen aber bis zu vier Lichtjahre weit ins All hinaus. Vom Zentrum aus nach außen erstrecken sich rote Schlieren molekularen Wasserstoffgases. Die scheinbar winzigen Knötchenstrukturen in diesen Gasfilamenten sind in Wirklichkeit jeweils so groß wie unser gesamtes Sonnensystem. Wie diese sogenannten Kometenknoten entstehen, ist noch unklar. Man weiß aber, dass in ihnen viele Moleküle die energiereiche Strahlung vom sterbenden Stern überstehen können, weil sie in diesen Klumpen durch Staub und Gas etwas abgeschirmt sind.

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