Der Black Canyon in Colorado ist so eng und steil, dass selbst die Sonne nicht bis in seine Tiefen vordringen kann – daher der Name der Schlucht. Jahrtausendelang galt sein Grund wegen der reißenden Stromschnellen zudem als unpassierbar. Diese Nachtaufnahme zeigt einen Blick in die Schlucht, über der sich der prächtige Sternenhimmel des Gunnison Nationalparks wölbt.
Der Black Canyon im US-Bundesstaat Colorado ist eine 77 Kilometer lange Schlucht, die der Gunnison River im Laufe der Jahrmillionen in den Untergrund gegraben hat. Die Kombination aus reißendem Flusswasser und harten, fast senkrechte aufragenden Gesteinsformationen entlang des Ufers führte dazu, dass eine extrem steile, enge Schlucht entstand.
Bis heute hält diese Erosion an: Pro Jahrhundert gräbt sich der Fluss rund drei Zentimeter weiter in die Tiefe. Der Black Canyon ist aktuell an seinem tiefsten Punkt 829 Meter tief und seine Breite reicht von 335 Metern am oberen Rand bis zu nur noch zwölf Metern auf Flusshöhe. Weil die Wände der Schlucht durch die tiefen Schatten fast schwarz erscheinen, erhielt sie den Namen Black Canyon.
Die steilen, hohe Wände bildeten schon vor Jahrtausenden ein Hindernis für die Bewohner der Region – ein Überqueren war nicht möglich. Die in diesem Gebiet lebenden Ute-Indianer besiedelten zwar die Canyon-Ränder, drangen aber nie länger in seine Tiefen vor. Der Grund dafür ist der reißende Gunnison River: Er rast mit einem Gefälle von bis zu 50 Meter pro Kilometer durch die enge Schlucht und stürzt dabei über mehrere Stromschnellen. Das Tosen des Wassers ist bis zum hunderte Meter höher liegenden Canyonrand zu höhen.








