Raumsonde macht erstes Selbstportrait nach Landung auf dem Mars Mars InSight - sein erstes Selfie - scinexx | Das Wissensmagazin
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Raumsonde macht erstes Selbstportrait nach Landung auf dem Mars

Mars InSight – sein erstes Selfie

Mars InSight
Selbstportrait von Mars InSight © NASA/JPL-Caltech

Gruß vom Mars: Dieses Bild zeigt das erste Selbstportrait der NASA-Raumsonde Mars InSight nach der Landung auf dem Roten Planeten. Das Selfie besteht aus elf Einzelaufnahmen, die die Landesonde mit der Kamera an ihrem Roboterarm gemacht hat. Zu sehen sind die Ladeplattform von InSight mit den Messinstrumenten und seine Sonnensegel.

Am 27. November 2018 war es soweit: Nach ihrem mehrmonatigen Anflug setzte die NASA-Raumsonde Mars InSight wohlbehalten auf dem Roten Planeten auf. Im Gegensatz zu den Marsrovern und Landesonden vor ihr soll sie erstmals tief in den Mars hineinblicken und -lauschen. In wenige Wochen wird InSight dafür mit einer fünf Meter tieferen Bohrung in den Marsuntergrund beginnen.

Dass es der InSight-Sonde gut geht und sie die Landung heil überstanden hat, zeigten schon kurz nach der Landung erste Bilder der Kamera an ihrem Roboterarm. Einige Tage später übermittelte die Sonde sogar eine kleine Sensation: die ersten Geräusche vom Mars. Ihr Seismometer und ein Luftdruckmesser hatten das Grummeln des Marswinds eingefangen.

Die hier gezeigte Aufnahme ist nun das erste vollständige „Selfie“ der Marssonde. Sie ist aus elf Einzelaufnahmen der Roboterarm-Kamera zusammengesetzt und zeigt InSight von schräg oben gesehen. Zu erkennen ist neben den beiden jeweils rund zwei Meter großen Solarsegeln die Ladeplattform der Sonde. Auf ihr stehen mehrere Messinstrumente, die später vom Roboterarm auf dem Marsuntergrund deponiert werden sollen.

Der dunkle Zylinder im Vordergrund ist die UHF-Antenne der Sonde, unter dem rotbraunen eckigen Behältnis schräg dahinter verbirgt sich das hochsensible Seismometer. Ist dieses einmal auf dem Marsboden installiert, wird es mit der hellen Windschutz-Kuppel bedeckt, die momentan noch dahinter auf der Ladefläche steht. Der dunkle, hochaufragende Mast ist das Bohrgerät, mit dem InSight bis in fünf Meter Tiefe bohren wird.

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Zu sehen ist in diesem Selfie aber auch, dass die unmittelbare Umgebung der Landesonde perfekte Bedingungen für die Messungen und die Bohrung bietet: „Die fast völlig Abwesenheit von Gesteinsbrocken, Löchern oder Hügeln bedeutet, dass unsere Instrumente sicher arbeiten können“, sagt Bruce Banerdt vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. „Für den Mars ist dies ein ziemlich eintöniges Stück Oberfläche – aber genau darüber sind wir sehr froh.“

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