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Eiswolken

Polare Stratosphärenwolken als Schlüssel zum Ozonschwund

Eiswolken © Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum des DLR

Polare Stratosphärenwolken spielen eine Schlüsselrolle für die Ozonschicht der Erde, denn an ihrer Oberfläche finden die entscheidenden, für den Ozonschwund verantwortlichen Reaktionen statt. Sie bilden sich aus Eiskristallen und gelösten Säuren aufgrund spezieller meteorologischer Bedingungen im Bereich der Pole.

Die Wolke wirkt wie ein Katalysator. Während des polaren Winters sammeln sich dort chlorhaltige Verbindungen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und Halone. Mit Beginn des Polarfrühlings zerfallen diese Chlorverbindungen unter Lichteinfluss zu hoch reaktiven Chlorradikalen und setzen die ozonabbauende Kettenreaktion in Gang.

Mithilfe spezieller Messinsturmente wie dem Michelson Interferometer for Passive Atmospheric Sounding (MIPAS) erkunden Wissenschaftler des DLR das Ausmaß und die Mechanismen der Ozonzerstörung an den polaren Stratosphärenwolken. MIPAS ist ein hochauflösendes Infrarotspektrometeran Bord des Umweltbeobachtungssatelliten Envisat, das der globalen Beobachtung von Spurengasen und ihrer photochemischen Wechselwirkungen in der mittleren Atmosphäre (zwischen fünf und 150 Kilometer Höhe) dient. Mit MIPAS lassen sich Konzentrationsprofile der verschiedenen Bestandteile der Erdatmosphäre, darunter auch des Ozons, erstellen.

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