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Blick auf die „Perle“ Bahrains

Künstliche Inseln in Form von Fischen, Perlen und Muscheln im Persischen Golf

Durrat Al Bahrain
Durrat Al Bahrain im Persischen Golf. © NASA/ Landsat 9

Künstliche Inseln liegen im Trend – vor allem in den reichen arabischen Küstenstaaten am Persischen Golf. Diese Aufnahme des Landsat-9-Satelliten zeigt Durrat Al Bahrain, die zweite künstliche Inselgruppe des Inselstaats Bahrain. Ihre im nur wenige Meter tiefen Wasser aufgeschütteten Inseln ähneln einer Mondsichel, Muscheln, Fischen und ganz außen halboffenen Perlen. Die 2004 begonnene Inselgruppe ist noch immer im Bau.

Ob in Dubai, Tokio oder Amsterdam: Überall dringt der Mensch weiter in den Ozean vor und errichtet künstliche Inseln. Diese Landerweiterungen schaffen Platz für Flugplätze, Industrieanlagen und Wohngebiete für die Gutbetuchten. Doch neu ist der Trend nicht: Schon in der Steinzeit schütteten Menschen in Schottland und Irland in mühsamer Handarbeit künstliche Eilande aus Holz und Stein auf – wozu, ist bislang rätselhaft.

Besonders ehrgeizig in puncto Landgewinnung und Insel-Design sind heute jedoch die arabischen Golfstaaten. Sie scheinen sich gegenseitig überbieten zu wollen mit immer größeren, kunstvoll ausgestalteten künstlichen Inseln. Kein Wunder – ist das ganze doch ziemlich lukrativ. Denn auf den ins dank alter Korallenriffe meist flache Meer hinausgebauten Eilanden stehen luxuriöse Villen samt eigenem Strand. Exklusive Yachthäfen stehen für die Wasserfahrzeuge der Reichen zur Verfügung.

Diese Aufnahme vom 24. Juli 2022 zeigt die künstliche Inselgruppe Durrat Al Bahrain – übersetzt „Perle Bahrains“. Sie umfasst 15 Inseln und rund 20 Quadratkilometer Fläche, die an der Südspitze von Bahrain in das nur wenige Meter tiefe Wasser des Persischen Golfs hinausgebaut wurden. Baubeginn war im Jahr 2004, seitdem wächst die künstliche Atollgruppe. Inzwischen sind die meisten Inseln bereits bebaut und die Villen verkauft – meist als Feriendomizil von Millionären.

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Die Form der Inseln ist verschiedenen Wassertieren nachempfunden: In Küstennähe sind beiderseits der Mondsichel zwei Muscheln nachgebildet, darauf folgen fünf Fische und sechs hufeisenförmige Atolle, die Perlen repräsentieren sollen. Sie erinnern an die vielen von Austern bewachsenen Muschelbänke und Riffe, die es einst an dieser Küste ab. Reste des größten Korallenriffs in diesem Gebiet sind hier östlich der Landfläche am flachen, hellgrünen Wasser zu erkennen.

Quelle: NASA Earth Observatory

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