Eine von Blitzen erhellte Gewitterwolke aus dem Orbit gesehen Atmosphärisches Blitzlicht - scinexx | Das Wissensmagazin
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Atmosphärisches Blitzlicht

Eine von Blitzen erhellte Gewitterwolke aus dem Orbit gesehen

Blitzwolke
Diese riesige Gewitterwolke über Bolivien wird gerade von einem heftigen Blitz erhellt. © NASA/ JSC

Spektakulärer Lichteffekt: Zu sehen ist hier eine gewaltige Gewitterwolke, in der es gerade heftig blitzt. Dank des Blicks aus dem Orbit zeigt dieser Schnappschuss eines ISS-Astronauten deutlich den mächtigen, ambossförmig erweiterten Kopf der Gewitterwolke. Diese Wolken ragen bis zum oberen Rand der Troposphäre auf und können deshalb in ihrem Inneren enorme Ladungsunterschiede aufbauen.

Blitze gehören zu den spektakulärsten Phänomenen unseres Wetters. Mit bis zu einer Milliarde Volt springen die grellleuchtenden Entladungen zwischen Gewitterwolken oder zwischen Wolken und Erdoberfläche über. Dabei heizt sich die Luft bis zu 30.000 Grad auf und es können sogar Antimaterie und Gammastrahlen entstehen.

1,5 Milliarden Blitze im Jahr

In der gesamten Erdatmosphäre blitzt es rund 50 Mal in der Sekunde – im Jahr summiert sich dies auf 1,5 Milliarden Blitze. Doch wo und wann sich die nächste Entladung ereignen wird, können Wissenschaftler bislang nur bedingt vorhersagen. Meist gelingt dies nur mithilfe von Radarmessungen und Satellitenunterstützung und dies erst, wenn ein Gewitter schon begonnen hat und im Anzug ist.

Immerhin weiß man aber, dass sich Gewitter und damit die blitzträchtigen Wolkentürme besonders oft an bestimmten Stellen bilden. Zu solchen Hotspots von Blitz und Donner gehört in Deutschland das Alpenvorland rund um Garmisch-Partenkirchen. Weltweit betrachtet blitzt es am häufigsten über dem Lake Maracaibo in Venezuela. Dort wurden mehr als 233 Blitze pro Jahr und Quadratkilometer registriert. Der Grund dafür ist eine V-förmige Gebirgsformation, die die Bildung von Gewitterwolken über dem See fördert.

Schnappschuss aus dem Orbit

Um besser zu verstehen, warum und wann es blitzt, beobachten Forscher das Gewittergeschehen auch aus dem Erdorbit. Einige Satelliten haben dafür eigens Blitzsensoren an Bord, die die Lichtblitze kartieren.

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Aber manchmal gelingt es auch einem Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS ein Gewitter fotografisch einzufangen – so wie hier. Diese Aufnahme machte ein ISS-Crewmitglied, als die Raumstation gerade über Bolivien hinweg flog. Deutlich ist der enorme, ambossförmig erweiterte Kopf einer großen Gewitterwolke zu sehen, in der es heftig blitzt.

Quelle: NASA Earth Observatory

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